Wichtige Resolution

Wichtige Resolution

„Nieder mit den Waffen - Hoch mit den Löhnen!“

Auf einer Vertrauensleutesitzung in NRW diskutierten die Kolleginnen und Kollegen die Forderungsaufstellung für die Metalltarifrunde im Herbst. Die Versammlung fand statt noch vor der Empfehlung des IG-Metall-Vorstandes. Eine Korrespondentin berichtet:

Korrespondenz

Einhellig war die Meinung: "Wir verzichten nicht für Krise und Krieg". Der Metall-Chef war bei uns Kollegen unten durch. Gegen den Lohnverzicht und den Krieg sagte ein Vertrauensmann: "Ich bin ein Vertreter des Alten Testaments: 'Auge um Auge - Zahn um Zahn'". Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite.

 

Wir waren uns einig: 10% ist das Mindeste. Die Forderung eines Kollegen kam gut an, der Festgeld für niedrige Lohngruppen forderte, damit die Lohnspreizung nicht weiter geht. Die 8,2% bei Stahl, die Verschiebung der Tarifrunde wie bei Chemie auf 2023, oder die "Verrechnung" mit anderen Themen, wie Betriebsrenten, wurde abgelehnt. Stattdessen wurde vom Staat gefordert, weitere Entlastung für Pendler anzupacken und die staatliche Rente abzusichern. Zur Zeit laufen in den Abteilungen die Umfragen zur Forderungsaufstellung.

 

Aber auch die Kampfformen und -methoden wurden diskutiert. Ob man Warnstreiks macht, ob sie bezahlt sind oder wie man das auch zur Stärkung der IG Metall nutzt!
Oder, dass man viel politischer diskutieren sollte, wozu die IG Metall überhaupt streikt.

 

Eine Vertrauensfrau brachte eine Resolution ein: "NIEDER MIT DEN WAFFEN - HOCH MIT DEN LÖHNEN!", angelehnt an die Wörther Erklärung der Vertrauenskörperleitung von Daimler Truck (siehe hier auf www.iawc.info). Die Kollegin fragte: "Warum hört man nur noch von EINEM Krieg in den Medien? Es gibt ca. 30 Kriege weltweit. Wir müssen den ungerechten Ukraine-Krieg von beiden Seiten kritisieren und dass die Regierung mal eben 100 Mrd. € für Aufrüstung ausgibt, die wir alle bezahlen sollen. Nicht mit uns, wir verzichten nicht, wir werden kämpfen!" Etwa ein Drittel der Anwesenden stimmte für diese Erklärung. Ein großer Teilerfolg!

 

Diese Resolution und die Abstimmung zeigten, wie die positive Gewerkschaftsarbeit genutzt werden kann, um das Klassenbewusstsein herauszufordern und Stellung zu beziehen. Nun kommt es darauf an, alle Kolleginnen und Kollegen für eine selbständige Lohnnachschlagsbewegung und eine kämpferische und politisch brisante Tarifrunde zu gewinnen. In Verbindung mit dem aktiven Widerstand gegen die Vorbereitung eines Dritten Weltkriegs.