Unabsehbare Folgen

Unabsehbare Folgen

Wahnwitzige Pläne der fossilen Energiekonzerne zur Öl- und Gasförderung

Sollten diese alle verwirklicht werden, würden sogar 2,7° Erderwärmung gerissen werden mit unabsehbaren Folgen!

Von rt
Wahnwitzige Pläne der fossilen Energiekonzerne zur Öl- und Gasförderung
Geothermie-Projekt in der Arktis

195 Projekte, von denen jedes mindestens 1 Milliarde Tonnen CO2 ausstoßen wird, sind geplant. „Für die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder wollen die Ölgesellschaften bis 2030 103 Millionen Dollar – pro Tag! – ausgeben“ (Der Freitag). Allein dadurch würden 646 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen. 60% dieser Projekte sind schon am Laufen!
Vor extrem umweltschädlichen Förderarten wird nicht zurückgeschreckt: dazu gehören störanfällige Tiefseebohrungen, das Aufbohren der Arktis und Fracking.

 

Kjell Kühne, Direktor von „Leave it in the Ground“ sagt dazu: „Die Vereinbarungen des Pariser Abkommens waren offensichtlich nicht ausreichend, um sie (die Konzerne; der Verf.) ihr Geschäft hinterfragen zu lassen.“ Der Standard stellt fest: „Doch obwohl Öl und Gas für fast 60 Prozent der Emissionen durch fossile Treibstoffe verantwortlich sind, wurden sie im COP26-Abschluss-Deal (Weltklimakonferenz in Glasgow 2021) nicht erwähnt“.

 

Die Wirklichkeit ist genau anders herum wie Kjell Kühne denkt: Den Energiemonopolen ist es egal, was im – sowieso unzureichenden – Pariser Abkommen steht. Sie als Teil der ca. 500 größten Monopole beherrschen Regierungen. Allein ExxonMobil, Shell, BP und Chevron machen seit 30 Jahren im Schnitt zusammen 70 Milliarden Dollar Profite. Kein Wunder, dass der Chef von BP seinen Konzern kürzlich als „Gelddruckmaschine“ bezeichnete.

 

Maximalprofite und die Beherrschung aller Ölvorkommen – das sind die „gemeinsamen“ Werte dieser Konzerne. Seien es chinesische, russische, amerikanische, arabische oder europäische. Ihre dazugehörigen Staaten führen dazu auch Kriege, wenn es nach ihrer Logik denn sein muss. Griechenland und die Türkei standen schon kurz vor einem Krieg um die Öl- und Gasvorkommen im Mittelmeer. Nicht zufällig sind Öl- und Gasförderländer meist entweder imperialistische Länder (USA, Russland, Katar, Saudi-Arabien usw.) oder werden von imperialistischen Ländern beherrscht oder sind in ihrem Visier (z.B. Irak, Venezuela, Nigeria, Kasachstan, Libyen ). Der Krieg in der Ukraine und die von den westlichen Imperialisten betriebene Ausschaltung Russlands aus der Energieversorgung spült v.a. US-Konzernen Traumprofite zu und befeuert die Aktivitäten zum Ausbau der fossilen Energien noch.

 

Die Ölvorkommen Afrikas, das wegen des warmen Klimas und verbreiteter Massenarmut selbst wenig fossile Energien verbraucht und das beste Potential für erneuerbare Energie hat, geraten zunehmend ins Blickfeld. Nach langem Verteilungskampf haben sich Total (Frankreich, 57%) und CNOOC (China, 28%) der Fördermengen Ugandas gesichert. Ölförderung im Erdbebengebiet, Vertreibung und Enteignung von 100 000 Menschen, Straßen- Brücken- und Flughafenbau für die Logistik, der Bau von beheizten Pipelines im Nationalpark und in Naturreservaten Ugandas und Mozambiques sind im Gange. Riesige weitere Gebiete Afrikas werden auf Öl- und Gasvorkommen untersucht, Widerstand gibt es in Mozambique, Nigeria, Uganda, Namibia.

 

Jahrzehntelang haben die „Öl-Multis“ Millionen in Fakenews-Kampagnen zur Leugnung der Klimakrise gesteckt, die heute am erwachten Umweltbewusstsein der Massen vollständig gescheitert sind. So wird es auch ihrer neuen Taktik ergehen, die Massen für die Klimakrise verantwortlich zu machen, indem sie sich selbst lediglich als Dienstleister für die Nachfrage der Massen hinstellen.

 

Offen geißelte UN-Generalsekretär António Guterres Unternehmen und Regierungen, deren Handlungen in Bezug auf das Klima nicht mit ihren Worten übereinstimmten. „Einfach gesagt lügen sie, und die Folgen werden katastrophal sein“. (freitag.de). Ja doch welche Konsequenzen zieht er?

 

Das Vorgehen der Energiekonzerne sind reinster Wahnsinn – aber Wahnsinn mit System und Namen: Kapitalismus - Imperialismus. Nur ein international verbundener und organisierter aktiver Widerstand gegen Imperialismus, Faschismus und Krieg kann den Umweltverbrechern Einhalt gebieten. Er muss gesellschaftsverändernd mit der Perspektive des echten Sozialismus geführt werden, der diesem Treiben endgültig ein Ende bereiten und Einheit von Mensch und Natur zu einer Grundlage machen wird.