Oberhausen

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400 auf der Straße gegen rechten Terror

Ca. 400 Antifaschistinnen und Antifaschisten aus dem ganzen Ruhrgebiet und darüber hinaus waren vergangenen Samstag zum gemeinsamen Protest nach Oberhausen gekommen, darunter selbstverständlich auch die MLPD.

Korrespondenz

Anlass war der faschistische Anschlag auf das „Linke Zentrum“ der Partei Die Linke in Oberhausen. Es ging darum, den Zusammenhalt und die Entschlossenheit aller demokratisch und antifaschistisch eingestellten Menschen gegen den rechten Terror zu demonstrieren. Genossen der MLPD verteilten ihre Solidaritätsadresse, die sie bereits bei der Kundgebung am 6. Juli verlesen wollte, was von den Verantwortlichen mit „keine Zeit“ abgelehnt wurde. Unter den Teilnehmern der Demonstration am Samstag konnten wir eine große Aufgeschlossenheit gegenüber der MLPD feststellen.

 

Viele begrüßten ausdrücklich, dass die Linken endlich gemeinsam „was gegen die Nazis machten“. Großes Interesse bestand an den Positionen der MLPD. Das zeigte sich auch daran, dass diverse Exemplare der Broschüre „Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems“ verkauft werden konnten, sowie vom Rote Fahne Magazin, das diese Broschüre als Blaue Beilage beinhaltete. Unsere Bemühungen, beim Auftakt oder der Abschlusskundgebung einen Beitrag zum gemeinsamen Kampf gegen die faschistische Gefahr am Mikrofon halten zu können, wurde mit den gleichen fadenscheinigen Gründen von der Kundgebungsleitung abgelehnt: Es seien „schon so viele, die sprechen wollten“.

 

Die Teilnehmer konnten auf diese Weise u. a. folgende Ausführungen nicht erfahren: „Wenn dieser Terroranschlag dazu beiträgt, dass die Einheit aller antifaschistischen Kräfte gestärkt wird, hat er zumindest auch etwas Positives bewirkt. Die Einheit aller antifaschistischen Kräfte muss auch die Zusammenarbeit mit marxistisch-leninistischen Kräften umfassen. Die antifaschistische Bewegung darf, wenn sie erfolgreich sein will, dem Antikommunismus keine Chance geben.

 

Erinnert sei an die Verse Bertolt Brechts zum Faschismus:

 

‚So was hätt einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
Dass keiner uns zu früh da triumphiert –
Der Schoß ist Fruchtbar noch, aus dem das kroch!‘.

 

Diese Verse sind für uns Mahnung und Verpflichtung: So lange das Finanzkapital seine Herrschaft ausübt, existiert die Gefahr, dass die Herrschenden eine faschistische Diktatur errichten. Deshalb setzt sich die MLPD mit aller Kraft für einen neuen Aufschwung des Kampfes für den echten Sozialismus ein.“