Pressemitteilung von Seebrücke

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Vier Fridays-for-Future-Aktive werden Opfer von rassistischer Polizeigewalt

In der Nacht vom 2. Juli wurden vier Fridays-for Future-Aktivistinnen bzw. -Aktivisten brutal von der Berliner Polizei misshandelt.

Nachdem sie Zeugen eines Vorfalls von Racial Profiling* wurden, erfuhren sie selbst rassistische Polizeigewalt in Form von Datendiebstahl, körperlicher Gewalt, Drohungen und unterlassener Hilfeleistung.

 

Die Polizei drückte sie gegen die Wand und ignorierte dabei, dass eine der Personen gebrochene Rippen hatte. Sie wurden während Panikattacken geschlagen, gefesselt und die Polizei drohte ihnen, sie zu ermorden. Unter Gewalt wurden sie gezwungen, ihre Handys mit Pincodes abzugeben. Anschließend wurde ihnen ein Platzverweis erteilt und sie wurden getrennt voneinander in einer Stadt, die den meisten von ihnen unbekannt war, zurückgelassen.

 

Hierbei handelt es nicht, wie so häufig behauptet, um einen Einzelfall sondern um ein strukturelles Problem innerhalb deutscher (Polizei-)Behörden. Denn Racial Profiling und gezielte Gewalt gegen Geflüchtete, BiPoC (Schwarze, indigene und Menschen of Colour) und andere marginalisierte Gruppen sind alltägliche Mittel deutscher Polizeiarbeit und die Fortsetzung des menschenverachtenden europäischen Grenzregimes.

 

* Wenn Menschen allein aufgrund ihres physischen Erscheinungsbildes oder ethnischer Merkmale polizeilich kontrolliert werden, spricht man von Racial Profiling.