Larymna / Griechenland

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Larko: Aufstand angesichts von Aussperrung und Entlassungen

Am Donnerstag, dem 21. Juli, fand in Larymna das geplante große Treffen von Arbeitsamtsdelegationen statt. Die Regierung plant die Entlassung aller Beschäftigten des Larko-Betriebs am 28. Juli.

Iordanis Georgiou
Larko: Aufstand angesichts von Aussperrung und Entlassungen
Gewerkschafter informieren Autofahrer an der Autobahn-Mautstelle Thebia über die Zuspitzung der Auseinandersetzung um Larko

Die Arbeiterinnen und Arbeiter und die Gewerkschaften von Larko stellen sich auf härtere Auseinandersetzungen ein gegen das Verbrechen der Regierung, den Betrieb von Larko einzustellen, Entlassungen vorzunehmen, die Arbeiter aus ganzen Regionen zu verdrängen und zu säubern.

 

In diesem Zusammenhang trafen sich gestern Abend im Kino der Siedlung in Larymna Delegationen der Verwaltungen von fünf Arbeitsämtern in Mittelgriechenland (Euböa, Theben, Livadia, Lamia und Fokida) auf Initiative des Arbeitsamtes von Euböa, um ihre Aktionen zu koordinieren und den Kampf der Arbeiter von Larko zu unterstützen. Unterdessen trafen gestern Delegationen der Gewerkschaften der Larko-Beschäftigten mit dem Minister für Umwelt und Energie, Kostas Skreka, zusammen, der die Entscheidung der Regierung bekräftigte, mit den Entlassungen fortzufahren und Neueinstellungen mit Monats- und Zweimonatsverträgen zu planen.

 

Panagiotis Politis, Vorsitzender der Gewerkschaft von Larymna, erklärte gegenüber den Vertretern der Arbeitnehmerzentren von Mittelgriechenland und Euböa, dass in einem ersten Gespräch mit den Gewerkschaftsvorständen die Richtung für eine dynamische Mobilisierung eingeschlagen wurde, mit der Möglichkeit eines Massenaufmarsches nach Athen an den Tagen, an denen den Arbeitern die Entlassungen mitgeteilt werden, wobei der 27. Juli als wahrscheinlichster Termin gilt. Er betonte auch, dass die Vertreter der Gewerkschaften bei ihren Treffen am Montag erfahren haben, dass die Regierung nur daran interessiert ist, die Larko-Beschäftigten ohne jegliche Absicherung zu entlassen und ihre kriminellen Pläne umzusetzen.

 

Er gab bekannt, dass in den vergangenen Tagen in den Dörfern der Region Kampfkomitees gebildet wurden. "Alle zusammen, die Beschäftigten von Larko, die Menschen in der Region und unsere Kollegen aus dem ganzen Land, werden nicht zulassen, dass das Verbrechen durchgeführt wird. Wir werden unseren Kampf fortsetzen, um sicherzustellen, dass wir alle auf unseren Arbeitsplätzen und Positionen bleiben und dass kein Arbeiter und keine Arbeiterin entlassen wird", sagte Panagiotis Politis.

 

Auf ihrer Delegationsreise nach Griechenland Ende Juni besuchten die Internationalismus-Verantwortliche der MLPD, Monika Gärtner-Engel, und Mitreisende auch die Larko-Belegschaft und trafen dabei auch mit Panagiotis Politis zusammen. Mehr dazu im spannenden Bericht von Monika Gärtner-Engel und natürlich bei Internationalismus Live "Griechenlands Arbeiter im Aufbruch" am 27. Juli in Gelsenkirchen. Solidarität mit dem Kampf der Larko-Beschäftigten um jeden Arbeitsplatz!