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20 000 Lufthansa-Beschäftigte zu Warnstreik aufgerufen

ver.di hat die 20 000 Beschäftigten des Bodenpersonals der Lufthansa zu einem ganztägigen Warnstreik von Mittwoch 3:45 Uhr bis Donnerstag 6:00 aufgerufen. Der Warnstreik richtet sich gegen das Angebot der Lufthansa und soll die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen zum Ausdruck bringen, für die Forderungen der Gewerkschaft zu streiken. Ver.di fordert 9,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Lufthansa hatte Einmalzahlungen und eine gewinnabhängige Komponente bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Lufthansa erklärte den Streik als „unzumutbar“. Unzumutbar für die Kolleginnen und Kollegen ist, dass sie drei Jahre auf Lohnerhöhungen verzichten mussten, ständig bei der Arbeit überlastet sind und angesichts der hohen steigenden Inflation tiefe Reallohnverluste hinnehmen müssen. Deshalb sei eine deutliche Lohnsteigerungen gerechtfertigt – so die Verhandlungsführerin und stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Wobei man sagen muss, dass die Lohnforderung deutlich unter der realen Inflationsrate liegt. In den bürgerlichen Medien wird versucht, Stimmung gegen den Streik zu machen. So schreibt die Süddeutsche Zeitung: „Der Streik dürfte die ohnehin angespannte Personallage an den deutschen Flughäfen weiter verschärfen.“ Für die Personalsituation an den Flughäfen sind Lufthansa und die Flughafenbetreiber verantwortlich, nicht die Arbeiterinnen und Arbeiter! Siehe auch den Rote-Fahne-News-Bericht über die Protestaktion von Beschäftigten am Frankfurter Flughafen am 23. Juli.