AfD Sachsen

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Sehnsucht nach dem faschistischen Schulterschluss

Nur wenige Wochen sind seit dem Bundesparteitag der AfD vergangen. Die offenen Faschisten um Björn Höcke hatten auf diesem noch nicht offen nach dem Parteivorsitz gegriffen. Aber sie arbeiten weiter daran, dem Faschismus den Boden zu bereiten.

Von jw

Diese Woche stellte die AfD Sachsen einen offiziellen Antrag beim Bundesvorstand, das Auftrittsverbot gegenüber Andreas Kalbitz aufzuheben. Kalbitz, ehemaliger Spitzenfunktionär der AfD, ist enger Vertrauter des Faschisten Björn Höcke. Er wurde aus der AfD ausgeschlossen, nachdem gegenüber der Öffentlichkeit nicht mehr zu verheimlichen war, dass er seit frühester Jugend in faschistischen Organisationen aktiv war. AfD-Ortsverbänden wurde daraufhin untersagt, Veranstaltungen mit ihm durchzuführen.

 

Der Ausschluss und das folgende Auftrittsverbot waren vor allem für die bürgerliche Öffentlichkeit bestimmt. Beides sollte die gefürchtete Beobachtung durch den Inlandsgeheimdienst Verfassungsschutz verhindern helfen. Nunmehr sehen die offenen Faschisten die Zeit gekommen, sich wieder in der Öffentlichkeit mit Andreas Kalbitz zu schmücken.

 

Einen ähnlichen Antrag, den Faschisten wieder in die Arme zu schließen, gab es bereits im Vorfeld des Bundesparteitages aus Brandenburg.

 

Kalbitz, der früher Mitglied der neofaschistischen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) war, klagt nach wie vor gegen seinen Parteiausschluss. Früher war er bereits Mitglied der Republikaner wie auch der CSU, elf Jahre Fallschirmjäger bei der Bundeswehr und Mitglied einer sogenannten schlagenden, faschistoiden Studentenverbindung. Wer mit ihm Veranstaltungen machen will, der weiß was er tut.

 

Auf solche Entwicklungen weisen die Autoren der aktuellen Broschüre „Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems“ hin, wenn sie darin schreiben: „Die revolutionäre Wachsamkeit muss jedoch auch mit der Möglichkeit rechnen, dass sich eine reaktionäre oder gar faschistische Basis unter Teilen der Massen mit niedrigem Bewusstsein entwickelt. Darin zeigt sich der zugespitzte Widerspruch auf weltanschaulichem Gebiet zwischen reaktionärem Antikommunismus und zukunftsweisendem wissenschaftlichen Sozialismus.“