Hiroshima-Aktionstag

Hiroshima-Aktionstag

Im Zeichen des Kampfs zur Ächtung von Atomwaffen und gegen die Weltkriegsgefahr

Im August 1945 warfen die US-Imperialisten jeweils eine Atombombe auf die japanischen Großstädte Hiroshima und Nagasaki ab. Der Zweite Weltkrieg war zu diesem Zeitpunkt militärisch schon entschieden. Die USA wollten jedoch verhindern, dass die Niederschlagung des japanischen Faschismus der Roten Armee der Sowjetunion zugeschrieben worden wäre. Für die damals noch sozialistische Sowjetunion unter Führung Stalins hätte das nicht nur Ansehen und Einfluss bedeutet. Dies hätte Japan dem Einfluss der imperialistischen USA entzogen. Das wollten die US-Imperialisten unter allem Umständen vermeiden.

Von hr
Im Zeichen des Kampfs zur Ächtung von Atomwaffen und gegen die Weltkriegsgefahr
Bild von der Aktion im australischen Adelaide

250.000 Tote waren die unmittelbare Folge dieses skrupellosen Verbrechens. Seit 1947 wird deshalb am 6. August weltweit für das Verbot und die Vernichtung aller atomaren, biologischen und chemischen Waffen und gegen die Atomkriegsgefahr demonstriert

 

Es gab zahlreiche Proteste in der ganzen Welt. Auch das internationale Webinar der antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront rief in diesem Jahr dazu auf: „Lasst uns den 6. August 2022 – den Hiroshima-Tag – zu einem weltweiten Tag des Kampfes gegen den Krieg machen“. Die revolutionäre Weltorganisation ICOR¹, als eine der Initiatoren, erklärte dazu: „Nur ein sozialistisches Weltsystem kann endgültig Kriege beenden – darin liegt die Zukunft der Menschheit gegen imperialistische Barbarei!“ Aus dem Spektrum der antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront und der ICOR sind Aktionen bekannt.

Weltweite Aktivitäten

Bisher bekannt ist, dass u. a. in Russland, Frankreich, Deutschland und Australien entsprechende Aktionen stattfanden. So berichtet die Kommunistische Partei Australiens (Marxisten-Leninisten) (CPA [M-L]) – Mitgliedsorganisation der ICOR - von einer Aktion aus Adelaide / Australien. "Vor allem viele Jugendliche hörten auf einem belebten Platz vor einem Einkaufszentrum den Redebeiträgen zu. Sie fotografierten häufig das Transparent 'Australien muss den Vertrag über das Verbot von Kernwaffen unterzeichnen!"

Zahlreiche Aktionen auch in Deutschland

Aus Deutschland finden über 100 Aktionen zum Hiroshima-Tag statt. Viele davon erst am morgigen Montag. Einige davon werden vor allem getragen vom Internationalistischen Bündnis und auch von Kräften aus der alten Friedensbewegung. Sie sehen sich als einen wichtigen Schritt im Aufbau einer neuen Friedensbewegung, die sich gegen alle imperialistischen Kriegstreiber wendet und das imperialistische Weltsystem als Quelle der akuten Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs aufs Korn nimmt.

 

Von einer Aktion am Bahnhof Stuttgart-Untertürkheim wird berichtet: „Auffällig war die große Offenheit der Passanten und das Interesse an den Positionen der MLPD zur Weltlage, was zu einigen guten Gesprächen führte. Hier war wichtig nicht nur über die Gefahr eines Dritten Weltkriegs aufzuklären und zu diskutieren, sondern dies jeweils mit der sozialistischen Alternative zu verbinden. Mehrere Broschüren zum Ukraine-Krieg wechselten den Besitzer und einige trugen sich ein für die Widerstandsgruppe von MLPD und REBELL.“ (Die  Broschüre kann hier bestellt werden)

Baustein einer neuen Friedensbewegung

Aus Hamburg wird berichtet, das die Aktion zum Hiroshima-Tag ein wichtiger Baustein im Aufbau der neuen Friedensbewegung war. Es nahmen Vertreterinnen und Vertreter von ATIF (Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland), Courage, Umweltgewerkschaft, MLPD sowie Arbeiterinnen und Arbeiter aus Gewerkschaften teil. Ein Airbus-Kollege deckte auf, wie deutsche Konzerne am Krieg verdienen. Airbus produziert Drohnen, die militärisch eine immer größere Bedeutung bekommen. Der Kreisvorsitzende der MLPD lud alle ein, zur Jubiläumsfeier 40 Jahre MLPD vom 26. bis 28. August nach Gelsenkirchen zu kommen, um die Partei kennenzulernen, die für den echten Sozialismus als Ausweg aus der akuten Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs eintritt.

Gefährliche Illusionen über die Imperialisten

In Rostock wurde sich mit der Illusion auseinandergesetzt, dass die Imperialisten schon nicht auf den „Roten Knopf“ drücken würden - und mit dem systematischen Herunterspielen der akuten Gefahr eines Atomkriegs in den bürgerlichen Massenmedien. „Es ist eine höchst gefährliche Illusion, dass die Vernunft der Imperialisten einen Atomkrieg nicht zulasse, denn die Entwicklung neuer kleinerer‚ taktischer’ Atomwaffen senkt gerade die Schwelle ihres Ersteinsatzes“, so der Redner der MLPD.

Herausragende Bedeutung der internationalen Arbeitereinheit

„Internationale Arbeitereinheit gegen den Dritten Weltkrieg. Lohnnachschlag statt Kriegsprofite!“ lautete das Transparent der Internationalen Automobilarbeiterkoordination (IAC) in Sindelfingen. Dort gab es zusätzlich zur Kundgebung eine Demonstration. Der Redner der IAC betonte die „herausragende Bedeutung der internationalen Arbeitereinheit für die Herstellung und den Erhalt des Weltfriedens. Es sind gerade die Arbeiter, die die Weltkriegsvorbereitungen der imperialistischen Mächte Russland, Nato (EU und USA) oder China stören und stoppen können.“


Weitere Berichte dazu hier auf Rote Fahne News. Der Artikel wird weiter aktualisiert werden