Shengal-Solidarität

Shengal-Solidarität

Mannheim: MLPD als einzige deutsche Organisation vor Ort

Am 3. August beteiligten sich ca. 100 Menschen an einer Protestkundgebung auf dem Paradeplatz in Mannheim. Als einzige deutsche Organisation nahm eine Delegation der MLPD Rhein-Neckar teil. Es ging um das Gedenken an das Massaker des faschistischen IS, der vor acht Jahren im Shengal (Irak) einfiel. Es wurden aber auch Parallelen zur heutigen Situation gezogen.

Korrespondenz aus Heidelberg
Mannheim: MLPD als einzige deutsche Organisation vor Ort
Bild von der Aktion (rf-foto)

Die Ezidische Kulturgemeinde Pfalz e. V. bezeichnete die Gräueltaten des IS zu Recht als Völkermord. Diese Aussagen wurden vom Kreisvorsitzenden der MLPD Rhein-Neckar, Bernhard Schweigert, u. a. wie folgt ergänzt und erweitert: „Erst nachdem durch Einheiten der HPG (Volksverteidigungskräfte der PKK) und durch die Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG / YPJ) am 6. August ein Sicherheitskorridor eingerichtet werden konnte, konnten Zehntausende gerettet und nach Rojava evakuiert werden. So wurden ca. 50.000 Ezidinnen und Eziden gerettet. Selbst die damalige Bundeskanzlerin Merkel musste diese heldenhafte Aktion der kurdischen Guerilla positiv würdigen.

 

Spätestens damals, hätten das Betätigungsverbot gegenüber der PKK in der Bundesrepublik aufgehoben und die Verfolgung der demokratischen kurdischen Vereine beendet werden müssen. Doch das Gegenteil geschah. Die Unterdrückung gegenüber den Kurdinnen und Kurden wurde verschärft fortgesetzt.“

 

Er zog den Zusammenhang zur - am 19. Juli 2012 begonnenen - demokratischen Revolution in Rojava; er würdigte ihre Erfolge und bekräftigte die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf. Gleichzeitig führte er aus: „Diese Erfolge der Demokratischen Föderation Nordostsyrien und im Shengal können nur dauerhaft gesichert werden, wenn die demokratische Revolution zu einer sozialistischen Revolution in ganz Syrien, zu einer Diktatur des Proletariats in Zusammenarbeit der weltweiten Arbeiter- und revolutionären Bewegung weitergeführt wird. Die Perspektive der nationalen und sozialen Befreiung des kurdischen Volkes liegt darin, diesen Kampf in den weltweiten Kampf für die internationale sozialistische Revolution einzuordnen und einzubringen. Die MLPD steht an der Seite der kurdischen Bewegung: Gegen ihre Kriminalisierung in Deutschland, ebenso gegen die Angriffe auf West- oder Südkurdistan. Aktuell droht ein weiterer Einmarsch in Rojava. Biji Berxwedana Rojava!“