Russland

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Partisanen gegen Putin

Laut einer russischen Investigativjournalistin, die dem "ZDF" ein Interview gab, soll es in Russland eine Häufung von Sabotageakten auf die russische Kriegsführung geben.

Von lg

So gab es 63 Entgleisungen von Zügen, die Panzer und andere Rüstungsgüter in die Ukraine transportieren. Außerdem gab es 23 Attacken, meist Brandanschläge, auf Einberufungsämter der russischen Armee. Laut der Journalistin verstehen sich die Urheber dieses aktiven Widerstands ausdrücklich als Partisanen in der Tradition der Roten Armee, die im Zweiten Weltkrieg einen großen Anteil am Sieg über den Hitler-Faschismus hatten.

 

Sie nutzen teils selbst 1:1 Methoden der Partisanen aus den Jahren 1943 / 1944. Sie richten sich ausdrücklich nur gegen Güterzüge und oberstes Ziel sei, keine Zivilisten dabei zu töten. Einige seien Kommunisten, die "vor dem Krieg ideologisch kämpften, jetzt Sabotage üben". Andere verstünden sich als Anarchisten, wieder andere als Anarchokommunisten, andere hätten keinen politischen Hintergrund.

 

Sie unterscheidet jedoch diese Aktivitäten von Anschlägen, die in der Nähe der ukrainischen Grenze stattfinden und bei denen nicht ausgeschlossen ist, dass sie von der Ukraine ausgehen.

 

Putins Ausspruch: "Wer arm ist, interessiert sich nicht für Politik, er hat andere Sorgen", käme ins Wanken. Denn der Krieg wird auf dem Rücken der Armen ausgetragen.

 


Hier das ganze Interview