Italien

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Streik bei Ansaldo in Genua

Am 2. August fand bei Ansaldo Energie in Genua ein Streik mit Demonstration zum Erhalt der Arbeitsplätze statt.

Korrespondenz aus Böblingen

Von 9.30 Uhr bis 11 Uhr ruhte die Arbeit.

 

Die noch vorhandenen 3500 beschäftigten Arbeiter in Italiens ältester und bedeutendster Maschinenfabrik vermuten, dass sie Opfer eines „Sanierungsplans“ werden sollen. Im Ersten Quartal hatten sich über 1. Mrd. Euro Schulden und ein Verlust von 442 Mio. Euro angesammelt. Die üblichen Sozialpläne bei Entlassungen gibt es nicht.

 

Der Energiemaschinenmarkt ist stark von Siemens und dem französischen Konzern Alstom umkämpft. Bei Ansaldo hat erst vor kurzem der chinesische Konzern Shenergy Electric Group and Shanghai Electric Power 40 Prozent der Kapitalanteile erworben.

 

Nach der Ankündigung der Geschäftsleitung, dass sich das Unternehmen in einer Situation vor der Insolvenz befindet, fand vor den Werkstoren eine Versammlung statt, die zur Demonstration wurde. Am Ende lenkte die Demonstration der Ansaldo-Arbeiter ihren Weg in Richtung der Autobahnmautstelle Genua-West und blockierte sie. Die Straßensperre wurde erst am späten Vormittag aufgehoben.

 

Kollegen wie die Larko-Belegschaft in Griechenland stehen an eurer Seite im Kampf gegen die Schließung des Werks! Kampf um jeden Arbeitsplatz! Ihr setzt mit eurem Marsch auf die Autobahn ein wichtiges Zeichen an die Adresse von Regierung und Kapitalisten – auch international.