Rostock/Widerstandsgruppe

Rostock/Widerstandsgruppe

Einsatz auf der Hanse-Sail

Auf der Hanse-Sail wird traditionellerweise auch Werbung für die Bundeswehr gemacht: Mit Marineschiffen, die besichtigt werden können.

Korrespondenz
Einsatz auf der Hanse-Sail
(rf-foto)

Diesmal war das Segelschulschiff Gorch Fock das Zugpferd. Korvetten konnten man in der naheliegenden Marinekaserne besichtigen. Die Rostocker Widerstandsgruppe gegen die Gefahr eines Dritten Weltkrieg beschloss, an der Gorch Fock einen Einsatz gegen Militarisierung und den drohenden Dritten Weltkrieg zu machen.

 

Viele Menschen begrüßten unseren Einsatz mit Daumen hoch oder: „Es ist gut, dass ihr da seid!“ In unseren Gesprächen wurde allgemein klar: „Einen Dritten Weltkrieg - ausgehend von Russland und NATO - darf es nicht geben!“ und: „Wir wollen für eure Kriegspolitik nicht zahlen!“ Die These der psychologischen Kriegsführung, dass NATO und BRD für den Frieden stehen, wird mit großer Skepsis abgelehnt. Trotzdem gibt es Bedenken, ob man jetzt noch etwas gegen die Kriegspolitik machen kann, und es tauchte die Frage auf, was ein aktiver Widerstand ist.

 

Hier waren die Generalstreiks in Italien und Griechenland ein treffendes Argument, sowie auch der Widerstand von Transportarbeitern, Kriegsgüter in die Ukraine zu verladen. Strikt abgelehnt wurden anarchistische Einzelaktionen wie zum G7-Gipfel in Hamburg vor Jahren. Auch der erwartende Widerstand gegen die Teuerung richtet sich gegen diese Kriegspolitik.

 

Ein Besucher aus Kiel erinnerte an den Kieler Matrosenaufstand von 1918 zur Beendigung des Ersten Weltkriegs. Dass seine sozialistischen Ziele nicht erreicht werden konnten, lag daran, dass die Kriegspartei SPD die Führung gegen die revolutionären Kräfte übernehmen konnten. Die russische Oktoberrevolution war die konsequenteste Kraft gegen den imperialistischen Weltkrieg. Das muss uns eine Lehre sein. Der ganze Einsatz war eine Lehrstunde für die weltanschauliche Auseinandersetzung für den Widerstand gegen die Kriegspolitik.