Afghanistan

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"Es ist keine Nahrungsmittelkrise, sondern eine Kaufkraftkrise"

"Es ist keine Nahrungsmittelkrise, sondern eine Kaufkraftkrise", das sagt Stefan Recker in einem Interview bei "www.tagesschau.de". Heute vor einem Jahr hatten die faschistischen Taliban die Macht im Lande wieder übernommen.

Korrespondenz aus Köln

Stefan Recker leitet seit 2014 die Vertretung von Caritas international in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Der 57-Jährige kennt das Land wie nur wenige - insgesamt hat er seit 1995 mehr als 17 Jahre in dem Land gelebt und gearbeitet.

 

"Die humanitäre Lage in Afghanistan ist katastrophal. Ich mache diese Art von Arbeit seit mehr als 30 Jahren in unterschiedlichsten Krisen- und Konfliktregionen, davon 17 Jahre in Afghanistan. Ich habe selten so eine verzweifelte Lage gesehen. Den meisten Menschen in Afghanistan geht es wirtschaftlich schlecht. Es ist aber keine Nahrungsmittelkrise, sondern eine Kaufkraftkrise. Die Menschen haben kein Geld, um sich Nahrungsmittel zu kaufen - und die sind durchaus verfügbar. Das ist ein riesiges Problem."

 

Auch wenn Recker das nicht so nennt, so ist das doch eine Entwicklung im Imperialismus, die wir derzeit in vielen Ländern der Welt erleben. Und der Teil der Bevölkerung, der Hunger leiden muss - trotz vorhandener Lebensmittel, wird mit der krisenhaften Entwicklung auch in den imperialistischen Kernländern steigen.