"Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems"

"Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems"

Spannende Open-Air-Diskussionsrunde in Halle an der Saale

Der Einladung der MLPD Halle und ihres Jugendverbands REBELL folgten Kinder, Jugendliche und ältere Leute aus dem Wohngebiet, Vertreter von DKP und KPD, von der Kinderorganisation ROTFÜCHSE, von der Umweltgewerkschaft und eine Vertreterin des Frauenverbands Courage. Bei Kaffee, Kuchen, kühlen Getränken und angenehmen Temperaturen, fanden alle auf Stühlen, Bänken und Decken einen schönen Platz. Eröffnet wurde die Runde mit einem Lied an der Gitarre durch ein Mitglied des REBELL. Siham vom REBELL und Frank von der MLPD Halle begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie unseren Referenten, den ehemaligen Gleisbauer der HAVAG und heutigen Landesvorsitzenden der MLPD Thüringen, Tassilo Tim. Sie moderierten die Veranstaltung. Auch der Krankenpfleger und Landesvorsitzende unseres Landesverbandes Elbe-Saale, Jörg Weidemann, war gekommen.

Korrespondenz
Spannende Open-Air-Diskussionsrunde in Halle an der Saale
Spannende Diskussion im Grünen (rf-foto)

Tassilo Timm hielt einen engagierten Redebeitrag zur Analyse der MLPD in der Broschüre von Stefan Engel, Gabi Fechtner und Monika Gärtner-Engel "Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems".

 

Einen Schwerpunkt legte er auf die wissenschaftliche Analyse, die bewusste Anwendung der dialektischen Methode bei der Herangehensweise an die neuen Erscheinungen und wesentlichen Veränderungen in unserer Zeit, um von den Erscheinungen zum eigentlichen Wesen der Sache vordringen zu können.

 

Das war in der sehr kontrovers und trotzdem freundschaftlich geführten Diskussion u. a. um die Frage wichtig, ob es richtig sei, das man den größten und gefährlichsten der Imperialisten, die USA, bekämpfen müsse, aber mit dem kleineren Imperialisten, in dem Fall Russland, leben könne, wie das ein Genosse von der DKP vertrat.

 

Der richtige Umgang mit wissenschaftlichen Kategorien wie Quantität und Qualität sei häufig ein Problem, meinte Jörg Weidemann. Auch wenn wir die USA als Hauptkriegstreiber Nr.1 analysieren und bezeichnen, kämpfen wir doch gegen alle Imperialisten: Für die Interessen der Arbeiterinnen und Arbeiter aller Länder, der Ausgebeuteten und Unterdrückten und gegen die Ausbeuter und Unterdrücker auf der ganzen Welt. Um wirklich wissenschaftlich an die Erscheinungen und Veränderungen in der Welt herangehen zu können, warb Jörg Weidemann für ein Dialektik-Seminar, dass vom Arbeiterbildungszentrum angeboten, im Herbst in Halle stattfinden soll.

 

Eine Spendensammlung und ein Lied von unserem Musikanten und Rebellen – zusammen mit zwei Rotfüchsen aus Heide-Nord durchgeführt, bildeten nach zwei Stunden den Abschluss der Veranstaltung. Es war gelungen, eine weltanschauliche Debatte zu entwickeln, auf gleicher Augenhöhe - auch kontrovers - zu diskutieren und alle hatten viel Stoff zum Nachdenken mit nach Hause genommen. Dazu hat auch maßgeblich der Wille beigetragen, sich im gemeinsamen Kampf für eine sozialistische Gesellschaft enger zusammenzuschließen, noch besser zusammenzuarbeiten, als bisher. Eine schöne Veranstaltung, die wirklich allen sehr gefallen hat.