Türkei

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Weiterer Hungerstreikender in der Türkei

Gestern gab TAYAD – Verband der Familien politischer Gefangener - bekannt, dass İleri Kızılaltun, der seit Oktober 2021 inhaftiert ist, am 15. August ein Todesfasten (Hungerstreik bis zum Tod) begonnen hat, um die Forderungen von Gökhan Yıldırım und Sibel Balaç zu unterstützen und auch, um gegen die Ungerechtigkeit zu protestieren, der er durch die faschistische Oligarchie ausgesetzt war.

Korrespondenz aus Augsburg

In einem Video hat Kızılaltuns Ehefrau, Grup-Yorum-Mitglied Bahar Kurt - Kızılaltun, die Gründe und die Forderungen bekannt gegeben, wegen derer ihr Mann zu dieser Aktion übergegangen ist. Was wir jetzt schon sagen können, ist, dass es keinen großen Unterschied zwischen den Forderungen von İleri Kızılaltun und den anderen zwei Revolutionären gibt, die derzeit in Todesfasten sind.

Im folgenden listen wir seine Forderungen auf:

  • Ein Ende der Gerichtsverfahren, die auf der Grundlage von digitalen Beweisen, geheimen Zeugen und Aussagen von Polizeikollaborateuren geführt werden.
  • Es muss Schluss sein mit den willkürlichen Disziplinarstrafen, die von den Gefängnisbehörden verhängt werden.
  • Kranke politische Gefangene müssen freigelassen werden.
  • Die Verbote des Empfangs von Büchern und Zeitschriften in Gefängnissen müssen aufgehoben werden.
  • Das Recht auf Kommunikation zwischen den Gefangenen muss ohne Einschränkungen ausgeübt werden können.
  • Die gegen uns verhängten Haftstrafen müssen aufgehoben werden.
  • Das Gesetz über die lebenslangen Haftstrafen muss zugunsten der politischen Gefangenen geändert werden.
  • Die administrativen Hindernisse für die Freilassung politischer Gefangener nach Ablauf ihrer Strafe und ihrer Internierung müssen beseitigt werden.

 

Die MLPD unterstützt den Kampf für die Freiheit aller politischen Gefangenen. Sie hat sich in der Vergangenheit in anderem Zusammenhang bereits solidarisch, differenziert und kritisch mit der Kampfform des Hungerstreiks auseinandergesetzt: Mehr dazu hier