Immer mehr Jugendliche finanziell von Eltern abhängig

Immer mehr Jugendliche finanziell von Eltern abhängig

Für Ausbildungsvergütungen, von denen man leben kann!

„Mehr als 51 Prozent der 15- bis 24-Jährigen in Deutschland lebt mehrheitlich auf Kosten der Eltern oder anderer Angehöriger. Lediglich 38 Prozent haben ihren Lebensunterhalt im vergangenen Jahr aus eigener Erwerbstätigkeit bestritten.“¹

Von wb

Dies veröffentlichte das Statistische Bundesamt zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August. Auch ist bekannt, dass ein Viertel der bis zu 25-Jährigen noch im „Hotel Mama“ lebt. Vor 30 Jahren waren noch 40 Prozent auf das Einkommen der Eltern angewiesen.

 

Überraschend ist diese Entwicklung nicht: Fehlende Wohnungen, unbezahlbare Mieten, die Kosten für die länger werdende Ausbildung oder das Studium wird immer mehr den Familien aufgebürdet. Vor allem aber die schon länger – und jetzt extrem – gestiegenen Preise für Mobilität, Kultur und sonstige Anschaffungen sorgen dafür, dass ein wachsender Teil der Jugend zu Lasten des Einkommens der Familien finanziell unterstützt werden muss.

 

In der bevorstehenden Tarifrunde der Metallindustrie sollte deshalb der gemeinsame Kampf von jung und alt mitaufgenommen werden: Für die Forderung nach gemeinsamen Tarifverträge und prozentualer Anbindung der Ausbildungsvergütung an den Facharbeiterecklohn in Höhe der unabhängigen Lebensexistenz!²