Gasumlage / Gelsenkirchen

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Pflegefall Uniper? Von wegen: Umweltverschmutzer und Arbeitsplatzvernichter!

Einer der großen Profiteure der Gasumlage ist das Energiemonopol Uniper. Vom 1. Oktober an bis zum 1. April 2024 kann es mit der Gasumlage 90 Prozent der Preise auf die Haushalte - also auf die breiten Massen abwälzen. Nicht zu vergessen, das Uniper 15 Milliarden an Steuergeldern als „Rettungsgeld“ bekommen hat. Da es sich hier um Steuergelder handelt, wird auch das von den Massen bezahlt! Pflegefall Uniper?

Von Rote Fahne Redaktion
Pflegefall Uniper? Von wegen: Umweltverschmutzer und Arbeitsplatzvernichter!
Uniper-Kraftwerk in Gelsenkirchen-Buer (rf-foto)

Allein 2020 hat die Uniper Kraftwerke GmbH über 770 Millionen Euro Gewinn nach Steuern gemacht - unter anderem durch die Inbetriebnahme des illegalen Schwarzbaus, des Kohlekraftwerks Datteln IV.

 

Weiter schreibt das überparteiliche Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen im Juli diesen Jahres: „Machte Uniper die letzten Jahre noch offiziell jeweils 1 Milliarde Euro Gewinn, rutschen sie jetzt ins Minus, weil sie teures Gast zukaufen müssen. Jetzt kommt der Hilferuf an die Regierung und die prompte Zusage von Unterstützung gegen die ‚Schieflage‘ … Die Gewinne werden privat eingestrichen, aber die Verluste sollen wir alle tragen!? Das akzeptieren wir nicht!“

 

Am Standort Gelsenkirchen ist Uniper vor allem durch die massive Vergiftung der natürlichen Umwelt und als Arbeitsplatzvernichter in Erscheinung getreten. So schreibt die Gelsenkirchener Montagsdemonstration in einer Pressemitteilung vom 13. Oktober 2021: „Der Uniper-Konzern hat Anfang Oktober die Vernichtung von 1200 Arbeitsplätzen bekannt gegeben, davon alleine 600 in Gelsenkirchen. Das ist ein riesengroßer Affront. … Begründet wird der Arbeitsplatzabbau scheinheilig mit dem Umweltschutz, und das Uniper die ‚Neuausrichtung auf saubere Energien so zügig wie möglich vollziehen‘ will. Tatsächlich sind die angekündigten Entlassungen Bestandteil einer Ausbeutungs- und Rationalisierungsoffensive auf dem Rücken der Beschäftigten zur Steigerung der Konzern-Profite. Auch das Uniper-Kraftwerk Scholven C hat den Zuschlag in einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur erhalten: D. h., dass Uniper für die vorzeitige Stilllegung des Kohlekraftwerks in Scholven mit insgesamt 340 Mitarbeitern im Oktober 2022 etwa 53,5 Millionen Euro erhält. Von unseren Steuergeldern! Wohl gemerkt - für das schmutzigste Kohlekraftwerk Deutschlands - laut einer Untersuchung von Greenpeace aus dem Jahre 2013.“

 

Zur Umwelt: Über Jahre hinweg hat Uniper in seinem Kohlekraftwerk hochgiftige Ölpellets verbrannt, die bei der örtlichen BP als Sondermüll angefallen sind. Es handelt sich hierbei um giftigen und krebserzeugenden Rußabfall.

 

Dazu schreibt das Aktionsbündnis gegen die Ölpellet-Verbrennung aus Gelsenkirchen am 13. September 2021: „Immer noch fallen täglich etwa 90 Tonnen des mit Nickel und Vanadium versetzten Abfalls an. … Das Aktionsbündnis kritisiert die Bezirksregierung Münster wegen der Genehmigung der Ölpellet-Verbrennung und spricht sich entschieden für eine fachgerechte, die Umwelt schonende Entsorgung und für die Rückgewinnung von Vanadium und Nickel aus. Damit können auch neue Arbeitsplätze entstehen.“

 

So sieht er also aus, der „Pflegefall“ Uniper: Maximalprofite auf Kosten der werktätigen Massen in Gelsenkirchen und auf Kosten der natürlichen Umwelt. In diesen Schlund gehen sie also, die Gelder der Gasumlage – die wir bezahlen!