Pressemitteilung des Zentralkomitees der MLPD

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Rainer Günther - Bildhauer, Maler, Grafiker: „Die neue Marx-Statue soll einen lebendigen und energischen Karl Marx zeigen“

Am 27. August findet in Gelsenkirchen ein Festakt mit Enthüllung einer neuen Statue von Karl Marx statt.

Der Karlsruher Bildhauer und Maler Rainer Günther hat die 2,11 Meter große Statue in Abstimmung mit der MLPD geschaffen. Seine Gestaltungsabsicht: „Die Marx-Statue soll einen lebendigen Marx zeigen. Einen Karl Marx, der sich energisch einsetzt für seine kommunistische Freiheitsideologie, als Ausweg aus dem krisengeschüttelten kapitalistischen Systems.“

 

Rainer Günther studierte von 1976 bis 1981 an der Kunstakademie Stuttgart unter anderem bei Alfred Hrdlicka (1928-2009) Bildhauerei. Weitere Informationen zur Person von Rainer Günther finden sie hier.

 

Sein Credo lautet: “'Kunst um der Kunst willen' hat meinem Ausdruckswillen stets widersprochen. Schon zu Beginn meines Studiums galt mein künstlerisches Interesse dem Kampf gegen Unterdrückung und für eine befreite Gesellschaft. Ich fand in Alfred Hrdlicka einen hervorragenden Mentor, den ich aber nicht kopiere.“

 

Die Marx-Statue, so Günther, soll „freundlich, aktuell und klassisch zugleich sein. Marx hält 'Das Kapital' in der Linken und verweist so auf die nebenstehende Lenin-Statue. Den vor ihm stehenden Betrachter ruft er mit entschiedener Geste zum Handeln auf. Ich habe mir die verschiedensten Marx-Statuen angesehen, die interessante Aspekte aufweisen. 'Meinen' Marx habe ich aber v.a. anhand von Originalfotos und Modellen erarbeitet; er ist in seiner Art einzigartig. Ich habe mir wegen des Bezugs von Marx zu Lenin auch genau das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar angesehen. Es steckt also auch ein Stück deutscher Klassik in der Statue.“


Die Statue wurde im Aluminiumguss hergestellt und farblich auf die Lenin-Statue abgestimmt. Sie wurde in Hunderten Arbeitsstunden, in fortlaufender Diskussion mit der Auftraggeberin, der MLPD, Arbeitern, Künstlern und Freunden und in Zusammenarbeit mit der Gießerei Wirklichkeit. Rainer Günther: „So ist die Marx-Statue auch ein Ergebnis der kollektiven Weisheit und ständiger Weiterentwicklung. In der Gestaltung ist für mich der wichtigste Aspekt die Durchdringung von Naturalismus - Marx wie er aussah - und Realismus, Marx der geniale Denker des Kommunismus.“ Die Kosten von etwa 50.000 Euro wurden durch Spenden finanziert. Der Künstler will auch ein Ausrufungszeichen gegen den Antikommunismus setzen: „Ich freue mich schon darauf, Marx an der Seite von Lenin in Gelsenkirchen zu sehen.“

 

Der Festakt beginnt im Rahmen der Feierlichkeiten zu 40 Jahre MLPD am Samstag, 27. August, um 16 Uhr, vor dem Willi-Dickhut-Haus, Schmalhorststr. 1. Um 14.30 Uhr findet eine Pressekonferenz mit Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, Rainer Günther und Monika Gärtner-Engel, Internationalismusverantwortliche der MLPD statt.


Hier ein erster Bericht der Bild-Zeitung zur Statue.