Arcelor-Mittal Bottrop

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Wovor hat die Werksleitung Schiss?

Auf der frei zugänglichen Zufahrt zur Kokerei an der Prosperstraße in Bottrop wurde gestern wieder mit Polizeieinsatz die freie demokratische Betätigung unterbunden.

Korrespondenz

Wir haben Kolleginnen und Kollegen zu 40 Jahre MLPD eingeladen, was manche erst überraschte, etliche interessierte, einzelne brummelten, wieder andere sagten: "Mal sehen". Halt: Stinksauer waren viele schon. Aber nicht über die MLPD, sondern über die Regierung. Stichwort Gasumlage. Seit der Krieg in der Ukraine losgetreten wurde, schickt die Werksleitung regelmäßig den Werksschutz, um die Verteiler zu vertreiben. Weil die sich nicht einschüchtern lassen, wird die Polizei gerufen. Die spricht Platzverweise aus.

 

Die Werksleitung hat wohl Schiss, dass sich die Koker selbst ein Bild von einer Arbeiterpartei machen, die eine sozialistische Alternative anbietet. Wahrscheinlich steckt ihr auch noch in den Knochen, dass die Belegschaft in der Stahltarifrunde im Juni bei einem Warnstreik komplett die Zufahrt zum Werk für zwei Stunden blockiert hatte. Die Kollegen sind heute noch stolz. Nur der Handwerker einer "Fremdfirma" beschwerte sich gestern: "Wir arbeiten schon Jahre hier im Werk. Warum hat man uns beim Streik nicht gerufen. Wir gehören doch auch dazu."