Gasumlage
Zwölf Energiekonzerne beanspruchen Subventionen aus der Gasumlage
Inzwischen haben zwölf Konzerne "Ausgleichsansprüche" für ihre Mehrkosten der Gasbeschaffung angemeldet. Das geht aus einer Mitteilung des Gas-Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe (THE) hervor, der für die Gasumlage zuständig ist.
Zusammen wollen sie einen staatlichen Zuschuss von schlappen 34 Milliarden Euro. Das sei zunächst eine Prognose, die durch weitere "Meldungen und Werte konkretisiert werden soll", schreibt THE. So kann man "sie kriegen den Hals nicht voll" auch umschreiben! Die Konzerne können Subvventionswünsche nachmelden und es können weitere Kandidaten dazukommen. Alles Energiekonzerne, die jahrelang Maximalprofite gescheffelt haben und jetzt etwas höhere Einkaufspreise gefälligst davon finanzieren müssen! Abgesehen davon, dass sie alle den Umstieg auf erneuerbare Energien torpediert haben. Stattdessen werden via Gasumlage die Massen zur Kasse gebeten, mit derzeit pro Kilowattstunde 2,419 Cent. Dieser Betrag wird sich laut aktueller Medienberichte durch weitere Umlagen auf 3,26 Cent erhöhen. Dazu kommen die Gaspreiserhöhungen selbst. Völlig untragbar!
Die zwölf Unternehmen sind AXPO Solutions, DXT Commodities, EWE Trading, ENET Energy, Gunvor Group, RWE Supply & Trading, OMV Gas Marketing & Trading Deutschland, SEFE Marketing & Trading, Uniper, Vitol, VNG Handel & Vertrieb und WIEH. Uniper war bereits mit einer Milliardenzuwendung "gerettet" worden und fordert unverschämt eine Beteiligung an der Gasumlage. Der RWE-Konzern hat großspurig angekündigt, er werde auf die Gasumlage verzichten. Offenbar hat er sich die Sache anders überlegt und will jetzt auch "unter den Schutzschirm" der Gasumlage.
Die Regierung, voran der grüne Wirtschaftsminister Habeck, hat den Leuten weisgemacht, es ginge um die "Rettung" von notleidenden Gaslieferanten vor der Pelte. Denn dann geben es gar kein Gas mehr. Jetzt hat aber eine Susanne Ungrad, eine der Sprecherinnen des Wirtschaftsministeriums, klargestellt: Gelder aus der Umlage erhalten nicht nur Unternehmen, die von der Insolvenz bedroht sind. Mehr noch: „Ein Unternehmen braucht eine gewisse Gewinnspanne, um weiter agieren zu können“, betonte Ungrad. Diese Gewinne könnten sich also offenbar auch aus der Umlage mit-speisen – mit dem Segen von Habecks Ministerium. Obwohl die Umlage einst als Schutz gegen Insolvenzen angekündigt worden war.
Das ist typisch staatsmonopolitischer Kapitalismus: Gewinne eignen die Monopole privat an, bereits winzigste rote Zahlen werden vergesellschaftet, dh auf die Massen abgewälzt.
Nein zur Gasumlage! Sie muss umgehend und komplett zurückgenommen werden! Der Ukrainekrieg ist nicht unser Krieg und der Wirtschaftskrieg auch nicht. Kommt zu den Sternmärschen und Fahrradkorsos am Samstag gegen Ukraine-Krieg und Gasumlage!