Ulm

Ulm

Viel Zustimmung bei Passantinnen und Passanten

70 Menschen demonstrierten gestern durch die Ulmer Innenstadt, um gegen den Krieg in der Ukraine und gegen die Weltkriegsgefahr zu protestieren. Unübersehbar und durch die Rufparolen unüberhörbar wurde deutlich, dass wir Widerstand leisten gegen die Kriegsvorbereitung.

Korrespondenz
Viel Zustimmung bei Passantinnen und Passanten
(rf-foto)

Mit dabei AGIF, ATIF, AvEG-Kon, MLPD, REBELL, SKB, Umweltgewerkscahft, YDG, Yeni Kadin und kurdische Menschen. Es waren auch Mitglieder der Linken dabei, die am Antikriegstag lieber mit uns auf die Straße wollten, als eine Saalveranstaltung zu besuchen.

 

Während der Demo war der Büchertisch stark besucht, es wurden mehrere Broschüren zum Ukrainekrieg verkauft, viele Menschen äußerten sich sehr positiv, dass es Widerstand gegen die Vorbereitung eines Dritten Weltkriegs gibt. Eine Mitarbeiterin einer Sozialstation sagte, dass viele alte Leute, mit denen sie zu tun hat, viele Parallelen zur Situation vor dem letzten Weltkrieg sehen: Die Aufrüstung, die Teuerung und die aggressiven Reden.

 

Die anschließende Kundgebung war sehr lebendig. Es gab mehrere vorbereitete Redebeiträge und spontane Reden am offenen Mikrofon. Viele Menschen blieben stehen und verfolgten die Kundgebung. Die Passagen der Redebeiträge, die die Betroffenheit, die Sorgen von uns emotional ausdrückten, erhielten besonders viel Applaus. Da wurde deutlich, dass eben viele Menschen genauso denken und froh waren, dass "das mal jemand sagt". Genauso äußerte sich eine Passantin, die bei der nächsten Aktion der Widerstandsgruppe mitmachen möchte.

 

Die Inhalte der Redebeiträge gingen von Religion bis Revolution. Dieses Motto hat auch eine Rednerin, die eine Bio-Landwirtschaft betreibt, gut gefallen. Sie überlegt, ob sie mit zum Kongress am 2. Oktober nach Berlin kommen kann. Spontan konnte zwar keine Delegation für Berlin bestimmt werden, aber es wurden schonmal 53 Euro für die Fahrtkosten gesammelt.