Wolfsburg

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Antikriegstag: Viel Interesse an Bündnisaktion

Auf Initiative des Internationalistischen Bündnisses bildete sich eine Aktionseinheit für eine Kundgebung am 1.9. um 17 Uhr in der Wolfsburger Innenstadt. Der gemeinsame Aufruf wurde unterstützt von DKP, MLPD, REBELL, Widerstandsgruppe Wolfsburg und den Regionalgruppen von InterBündnis, VW-Komitee, Umweltgewerkschaft, Courage und Solidarität International.

Korrespondenz

Der Aufruf betonte: „Der Ukraine-Krieg ist ein von beiden Seiten ungerechter imperialistischer Krieg“. Das sieht auch die DKP Wolfsburg so. Die Linke Wolfsburg schloss sich dem Aufruf nicht an, weil kein beschlussfähiges Treffen zustande kam. Zwei ihrer Mitglieder nahmen an der Kundgebung teil.

 

Es waren mindestens 40 Leute die ganze Zeit dabei. Viele Passanten blieben zeitweise stehen oder sahen von den umliegenden Bänken aus zu. Der Liedermacher Nümmes aus Berlin eröffnete mit seinem Antikriegslied gegen den „Krieg der großen Räuber“. Alle Organisationen hielten kurze Redebeiträge am offenen Mikrofon.

 

Der Vertreter der DKP erinnerte daran, dass heute vor 83 Jahren der zweite Weltkrieg begann, dem 55 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Sowjetunion trug damals den größten Blutzoll. Mehrere Redner prangerten die Rolle von VW im 2. Weltkrieg an. Unzählige Zwangsarbeiter starben in Wolfsburg. Der VW-Konzern wurde gegründet mit dem geraubten Geld der unter Hitler verbotenen Gewerkschaften. Verbot und Beschlagnahmung von Gewerkschaftsgeldern wird heute auch in der Ukraine betrieben. Die MLPD-Vertreterin sprach zu den Ursachen der akuten Weltkriegsgefahr. Eine Welt ohne Krieg, die sich alle Beteiligten wünschten, wird nur möglich, wenn der Imperialismus weltweit überwunden und der Sozialismus aufgebaut wird. Das VW-Komitee berichtet u.a. über die Arbeiterkämpfe in Italien und Griechenland gegen Krieg und für höhere Löhne. Beifall gab es für die Forderungen nach Rücknahme der Gasumlage, bezahlbaren Mieten,  20 %  höhere Sozialleistungen und Lohnnachschlag. Die Umweltgewerkschaft griff den Rollback in der Umweltpolitik an und sprach zu den Umweltschäden durch den Krieg. Zum Abschluss erklang Bella Ciao und „Hoch die internationale Solidarität!“

 

Beim Auswertungstreffen in einer Woche werden wir auch über die Beteiligung am Kongress der neuen Friedensbewegung am 2. Oktober in Berlin beraten.