Gelsenkirchen

Gelsenkirchen

Ein paar Gedanken zur MLPD und zum Jubiläum "40 Jahre"

"Das erste Mal richtig getroffen habe ich die MLPD", so eine Besucherin der Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag der MLPD, "auf dem Pfingstjugendtreffen Anfang Juni. Zum Jubiläumsfest bin ich gekommen, um die Partei und auch ihre Geschichte noch besser kennenlernen zu können."

Hier ihr Eindruck und Fazit:

 

"Was ich an der Partei gut finde, ist vor allem, wie sie offenbar immer ihren Prinzipien treu geblieben ist, sich nie hat spalten lassen und immer zu ihren Überzeugungen stand, was ich persöhnlich ihr sehr hoch anrechne. Ich halte eure Organisationsform des demokratischen Zentralismus auch für ziemlich sinnvoll, gerade eine solche revolutionäre Partei ist auf Einigkeit und eine klare Linie angewiesen, um erfolgreich sein zu können und sich nicht in internen Richtungskämpfen zu zerlegen, wie so viele andere vor ihr. Ich halte eure Kontrollkommission da auch für ziemlich wichtig, um allerlei Entartungen vorzubeugen und um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und diese scheint bisher auch gute Arbeit in der Richtung geleistet zu haben.

 

Besonders interessiert hat mich außerdem, wie die Partei im Osten aufgebaut wurde. Wie schwer muss es bitte gewesen sein, zu versuchen, Leute aus der DDR noch mal mit Sozialismus begeistern zu können? Die Antwort: Wie ich erwartet habe, hauptsächlich sehr schwer. Wie ich in der Gesprächsrunde da so mitbekommen habe, wollten auch viele nie wieder etwas mit irgendeiner Partei am Hut haben. Einige hatten sich richtigen Sozialismus von der SED erhofft und wurden am Ende nur enttäuscht, andere wollten das Wort Sozialismus nie wieder hören, weil sie denken: "Hatten wir doch alles schon mal."

 

Viele Genossinnen und Genossen der MLPD sind auch extra dorthin gezogen, um die Partei da im Osten aufzubauen. Da war/ist einiges an Aufklärungsarbeit erforderlich, warum das in der DDR damals nicht so wirklich einem echten Sozialismus entsprach und wie die MLPD gedenkt, es besser zu machen. Auf jeden Fall hat das bei denen, die sich noch mal darauf und auf die MLPD eingelassen haben, erstmal einiges an Zeit und auch Überwindung gekostet. Äußerst interessant, das alles und sicher auch ein noch ziemlich schwieriges Thema.

 

Ich habe mir auch noch den Vortrag von Stefan Engel, bei dem er die theoretische Arbeit des Revolutionären Wegs vorgestellt hat, angesehen. Das hatte mich schon von Anfang an an der Partei ziemlich beeindrukt, wie viel Arbeit ihr in die ganze Theorie steckt. Es war auch interessant, zu hören, wie viele Leute an der Erstellung von einem Revolutionären Weg tatsächlich beteiligt sind und dass über den endgültigen Inhalt auch noch sehr viel diskutiert wird. Dass da eben nicht nur Stefan Engel alleine dransitzt und das willfährige Parteivolk mit seinen Weisheiten versorgt, wie man's von anderen Leuten auch oft hören kann. Bin dadurch auch auf einige der älteren RWs aufmerksam geworden, die ich auf jeden Fall auch mal lesen sollte.

 

Ich fand das Fest auf jeden Fall sehr schön und sehr informativ. Ihr seid eine echt starke Truppe und ich denke, wenn irgendjemand es mit dem Sozialismus erfolgreich hinbekommen kann, dann ihr. Ich denke, ich werde es nicht bereuen, bei euch Mitglied werden zu wollen und das Fest hat mich in meinem Vorhaben, mit euch kämpfen zu wollen, weiter bestärkt."