Mit Staatsbeteiligung

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Rüstungskonzern wollte berüchtigten saudi-arabischen Geheimdienst beliefern

Der deutsche Rüstungskonzern Hensoldt wollte mit dem saudischen Geheimdienst ins Geschäft kommen, der mutmaßlich in den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi verwickelt war. Das berichten der Spiegel und das Recherchenetzwerk European Investigative Collaborations (EIC). Im September 2020 stellte ein Manager von Hensoldt dem General Intelligence Presidency (GIP) laut internen Unterlagen ein System zur Drohnenabwehr vor. In einem Brief bedankte sich der Hensoldt-Mann anschließend für die "Transparenz und Professionalität" des Geheimdienstes und versprach, technische und operative Fragen zu beantworten. Er wollte auch klären, ob es Probleme mit deutschen Behörden geben könne. In den Dokumenten bezeichnet der Konzern Saudi-Arabien als eines der wichtigsten Exportländer außerhalb der NATO-Staaten und sich selbst als »Hauptausstatter« des saudi-arabischen Verteidigungsministerium. Die Bundesregierung ist mit 25,1 Prozent an Hensoldt beteiligt und hat zwei Vertreter in den Aufsichtsrat entsandt.