Auftritt bei Maischberger
Wirtschaftsminister mit wenig Ahnung vom Bäckerhandwerk
Für seinen Auftritt am Dienstag in der Talkshow von Sandra Maischberger erntet Wirtschaftsminister Robert Habeck Hohn und Spott von allen Seiten.
Dort hatte er sich zu der Aussage verstiegen, die Bäcker könnten ja auch ihre wirtschaftliche Tätigkeit einstellen, wenn sie die Stromrechnung nicht mehr bezahlen können, und später vielleicht die Brötchenproduktion wiederaufnehmen, wenn die Zeiten besser sind.
Ja man merkt, dass Habeck sich mehr mit Panzern und Haubitzen befasst als mit dem Bäckerhandwerk und den Sorgen kleiner Handwerksbetriebe und Gewerbetreibender.
Vermutlich stellte Habeck sich vor seinem geistigen Auge einen Großkonzern vor, zB im Bereich der Autoproduktion, wo der Konzernherr mal vorübergehend keine Autos produziert und verkauft, einen Haufen Kurzarbeitergeld und weitere Subventionen kassiert und dann später wieder Autos produziert und verkauft, hauptsächlich dann SUVs und andere Premiumfahrzeuge.
So was Ähnliches gibt es in der Brötchenproduktion natürlich auch. Große Backkonzerne und Handelsketten. Aber diese hat Habeck ja nicht gemeint, sondern den kleinen Bäckerladen von nebenan. Wenn der keine Brötchen mehr produziert und verkauft, ist er halt ganz schnell pleite (sprich insolvent). Da beißt keine Maus keinen Faden ab.
Wenn sich jetzt aber Friedrich Merz, Markus Söder und die halbe CDU/CSU über Habeck hermachen, ist das ein durchsichtiges Manöver. Als ob ihr Herz für die Handwerker und kleinen Gewerbetreibenden schlüge! Nicht umsonst gibt es ja kaum mehr kleine Bäcker und Metzger. Die Zahl der Handwerksbäckereien ist in den letzten 60 Jahren von rund 55.000 im alten Bundesgebiet auf 9.965 Betriebe mit rund 35.000 Filialen (ca. 45.000 Verkaufsstellen) im heutigen Deutschland (Stand: 31.12.2021) gesunken. Da war so manches Jahr die CDU mit in der Regierung und hat als Dienstleisterin der Monopole zu diesem Prozess beigetragen.
Die MLPD positioniert sich gegen die Ruinierung von kleinen Handwerksbetrieben und Kleingewerbetreibenden.