Trotz gerichtlichem Verbot

Trotz gerichtlichem Verbot

Busfahrer-Streik bei Putco geht weiter

Seit dem 1. September streiken im südafrikanischen Johannesburg die Busfahrerinnen und -fahrer um mehr Lohn. Rote Fahne News berichtete mehrfach, zuletzt hier: "Putco hat 105 Busfahrer entlassen." Entgegen Putcos Ankündigung, ab Montag laufe der Betrieb wieder, fuhr kein einziger Bus. Vor dem Hauptdepot in Dobsonville sind Barrikaden errichtet, trotz gerichtlichem Verbot. Obwohl dies kein gewerkschaftlicher Streik ist, hat sich die Gewerkschaft Numsa eingeschaltet und verhandelt mit dem Management. 65 der 105 Entlassenen sind Numsa-Mitglieder. So wurde ein neues Angebot von Putco erreicht: 6% mehr Lohn ab Oktober, Zahlung der ausstehenden Bonusse, gestreckt über 18 Monate, keine Rücknahme der Entlassungen, sondern Disziplinarverfahren. Numsa- Sprecherin Phakamile Hlubi-Majola dazu am 12.9.: „Die Arbeiter an allen Standorten stimmen jetzt über das Angebot ab. Im Hauptdepot in Dopsonville, Soweto, akzeptieren die Arbeiter wohl die 6%, allerdings nicht ab 1.10., sondern entsprechend der Vereinbarung nur rückwirkend ab 2020. Die Bonusse sollen nicht gestückelt, sondern als Einmalzahlung gezahlt werden und natürlich sollen alle Entlassungen zurückgenommen werden. Hier sind über 1000 im Streik und nicht 105. Es ist unfair, die 105 herauszugreifen und zu bestrafen."

 

 

Hier die Adresse der Transportarbeitergewerkschaft für Solidaritätsadressen https://www.satawu.org.za/contact/