Düsseldorf

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Schülerprotest gegen den Krieg in der Ukraine

Wir vom REBELL Düsseldorf haben in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien in unserer Schule einen Schülerprotest gegen den Krieg in der Ukraine durchgeführt.

Wir haben in der Woche vorher Unterschriftenlisten mit folgenden Forderungen vorbereitet: „Der Krieg in der Ukraine muss sofort beendet werden! Militarisierung stoppen: Bundeswehr raus aus den Schulen! Solidarität mit der Bevölkerung in der Ukraine und in Russland!" Diese Listen und die eines Schülerprotestes haben wir dann, mit der Zustimmung unseres Lehrers, im Politikunterricht vorgestellt. Von 25 Anwesenden haben 20, inklusive des Lehrers, unseren Forderungen zugestimmt und unterschrieben.

 

Ein paar Tage danach haben wir in der Widerstandsgruppe ein Transparent für den Schülerprotest gesprüht, auf dem stand: „Stoppt den Krieg in der Ukraine! REBELL". Am Morgen des Schülerprotests haben wir mit unserer Klasse im Kunstunterricht zehn Plakate gemalt. Die Schüler haben ihre eigenen Ideen miteingebracht und so sind viele schöne Plakate entstanden. Von sich aus haben ein paar Schüler vorgeschlagen, während des Unterrichts durch die Klassen zu gehen, um weitere Unterschriften zu sammeln. Mit dem Einverständnis vom Kunstlehrer sind wir durch viele Klassen gegangen und haben 40 weitere Unterschriften gesammelt. Viele Schülerinnen und Schüler waren interessiert daran, den Schulprotest zu unterstützen oder ihn mitdurchzuführen.

 

In der Pause direkt danach haben wir uns mit ca. 20 Schülerinnen und Schülern, den Plakaten und dem Transparent in der Mitte des Schulhofes gesammelt. Aus vielen verschiedenen Klassen kamen Schülerinnen und Schüler, um bei dem Pausenprotest mitzumachen. Wir haben die Protestplakate aufgeteilt und vorne standen vier Schülerinnen und Schüler mit dem Transparent. Gemeinsam sind wir dann über den ganzen Schulhof demonstriert. Zwei Lehrer wollten uns davon abhalten, den Schülerprotest durchzuführen, aber sie haben von uns und ein paar Lehrern starken Gegenwind bekommen, wodurch sie es nicht geschafft haben, die Demonstration aufzulösen. Während und vor der Demo haben Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer unterschrieben, dass sie diesem Protest unterstützen. Während der Demo haben sich viele weitere Schülerinnen und Schüler angeschlossen. Am Ende haben wir von allen ein Abschlussfoto, mit dem Transparent und den zehn Plakaten, gemacht.

 

Als wir in unsere Klassen zurückgehen wollten, kam der Schulleiter auf uns zu und wollte wissen, was wir da machen. Wir erklärten ihm, dass wir einen Schülerprotest durchgeführt hatten und unsere Klassenlehrerinnen uns unterstützt und erlaubt haben, diese Aktion durchzuführen. Der Schulleiter fand den Inhalt des Schülerprotestes gut, aber nicht, dass wir den Schülerprotest nicht vorher bei ihm angemeldet hatten.

 

Nach den Ferien haben wir den Protest in der Widerstandsgruppe ausgewertet und geplant, wie es jetzt weitergeht. Wir haben einen Schüler aus unserer Klasse für die Widerstandsgruppe gewonnen und versuchen noch weitere Schüler und Schülerinnen zu gewinnen, um die neue Friedensbewegung zu stärken.