Mercedes-Benz São Bernardo do Campo

Mercedes-Benz São Bernardo do Campo

Solidaritätsgrüße und Glückwünsche an die streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter

Die Internationale Automobilarbeiterkoordination (IAC) schickt Solidaritätsgrüße und Glückwünsche an die streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter bei Mercedes-Benz São Bernardo do Campo, São Paulo, Brasilien.

Internationale Automobilarbeiterkoordination
Solidaritätsgrüße und Glückwünsche an die streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter
Brasilianische Mercedes-Arbeiter 2016 im Kampf gegen Entlassungen (Foto: Edu Guimarães/SMABC)

Die Metaller von Mercedes-Benz in São Bernardo do Campo haben einer Arbeitsniederlegung gegen Massenentlassungen vom 8. bis 11. September zugestimmt. Am Vorabend des brasilianischen Unabhängigkeitstages kündigte Mercedes-Benz eine Umstrukturierung in seinem Werk für Lkw- und Busfahrgestelle in São Bernardo do Campo, São Paulo, an. Es handelt sich um das größte Werk des Unternehmens außerhalb Deutschlands. 3.600 Arbeiter sollen entlassen und ein erheblicher Teil der Produktion soll ausgelagert werden. Der Umstrukturierungsplan des Unternehmens wird die Entlassung von 2.200 regulären Arbeitern und 1.400 outgesourcten Arbeitern zur Folge haben. Deren Zeitverträge werden nach Dezember 2022 nicht mehr verlängert.

 

Am Donnerstag, dem 8. September, streikten 6.000 Beschäftigte. Herzlichen Glückwunsch, das war genau der richtige Schritt und ein Anfang, um alle Arbeitsplätze zu verteidigen. Mit Hilfe des berüchtigten "Outsourcing-Gesetzes", das von der vorherigen brasilianischen Regierung unter Michel Temer verabschiedet wurde, beabsichtigt Mercedes-Benz, die Produktion von Bauteilen wie Vorderachsen und mittleren Getrieben sowie die Dienstleistungen Logistik, Wartung und Werkzeugbau an Fremdfirmen auszulagern.

 

Die Internationale Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination bringt ihre bedingungslose Unterstützung für den Kampf der Arbeiterinnen und
Arbeiter von Mercedes Benz gegen die Entlassungen zum Ausdruck und ruft zu weiterer internationaler Unterstützung und Solidarität auf. Wir wissen, wie falsch die Rechtfertigung des Unternehmens ist, dass es Kostendruck und Veränderungen in der Automobilindustrie gibt, um brutale Angriffe wie diesen gegen die Arbeiterinnen und Arbeiter durchführen zu können.

 

Die Wahrheit ist, dass es sich um eine weitere Entscheidung eines multinationalen Unternehmens des Automobilsektors handelt, das darauf abzielt, seine Profite zu steigern, indem es die Ausbeutung im Lande erhöht. Es ist auch ein weiteres Beispiel für den Deindustrialisierungsprozess, der in Brasilien im Gange ist und der bereits 12 Millionen Arbeitslose und 33 Millionen Menschen in einer Situation der Ernährungsunsicherheit hervorbrachte.

 

  • Nein zu Entlassungen bei Mercedes-Benz und Nein zum Outsourcing! Kampf um jeden
    Arbeitsplatz!
  • 30-Stunden-Woche oder 6-Stundentag bei vollem Lohnausgleich!

 

Wir rufen alle Beschäftigten des Mercedes-Benz Konzerns auf, den Kampf der Arbeiter bei Mercedes-Benz Brasilien gegen Massenentlassungen zu unterstützen.
Ein Konzern - ein Kampf! Hoch die internationale Solidarität!