Nördlich von Peking

Nördlich von Peking

Daimler: Erste LKW-Fabrik in China eingeweiht

Daimler Truck hat in Huariou nördlich von Peking einen neuen Produktionsstandort eingeweiht, um dort erstmals LKW für den chinesischen Markt zu produzieren. [1]

Von wb

Diese Investitionsentscheidung steht im Widerspruch zum begonnenen außenpolitischen Wechsel der Außenpolitik der Bundesregierung gegenüber China. Denn das neuimperialistische China  gehört inzwischen, zusammen mit Russland und anderen Ländern, zum politischen Gegner. So will Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die staatlichen Investitions- und Exportgarantien zurückfahren, die für die Absicherung von Risiken für Investitionen wichtig sind. Doch da ziehen insbesondere die hiesigen Autokonzerne nicht mit, für die das China-Geschäft fast schon existenziell ist. „China ist für schwere LKW der größte Markt der Welt und bietet ein erhebliches Wachstumspotenzial für Daimler Truck“1, sagt Vorstandsmitglied Karl Deppen. Solche Aussichten will sich der Konzern natürlich nicht entgegen lassen, im Kampf um die Verteidigung der Weltmarktführerschaft bei schweren LKWs.

 

Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems

zur Broschüre

Webseite Revolutionärer Weg

Hier im Webshop bestellen

Mit interaktiven Anmerkungen

Die MLPD hat diese Entwicklung so analysiert: „Damit provoziert die Sanktionspolitik von NATO und EU das Ende des einheitlichen Weltmarkts, der ökonomischen Hauptbedingung der Neuorganisation der internationalen Produktion. ... Die Einschränkung oder gar das völlige Abschneiden von bisher offenen Absatzmärkten erschwert auch den Absatz der gesteigerten Massenproduktion der Übermonopole. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind noch nicht absehbar. Der Übergang zum Weltwirtschaftskrieg spitzt den hauptsächlichen Widerspruch zwischen den revolutionären internationalisierten Produktivkräften und der nationalstaatlichen Macht und der Organisation der kapitalistischen Produktionsverhältnisse aufs Äußerste zu. Das treibt die Gefahr eines Dritten Weltkriegs voran.“ [2]