Ukrainekrieg

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Einige Gedanken zum Kampfpanzer Leopard II

Jeder imperialistische Krieg bringt Zerstörung, Tote und schwere Gräueltaten mit sich. Ihre Scheinheiligkeit, Außenministerin Baerbock, setzt mit ihrer „feministischen Außenpolitik“ diesbezüglich auf die Gefühlsschiene. Sie habe selbst Kinder, Erschießung, Plünderung und Vergewaltigung müssten aufhören; und deshalb müssten schwere Waffen, auch der Leopard II, geliefert werden.

Korrespondenz aus Wuppertal
Einige Gedanken zum Kampfpanzer Leopard II
Leopard II der Bundeswehr beim Übungsfeuern auf der Schießbahn (foto: ( U.S. Army Photo by Kevin S. Abel (CC BY 2.0))

Dieser Krieg muss und kann tatsächlich beendet werden und zwar durch die Massen, vor allem durch die Arbeiter in Russland, der Ukraine sowie durch den weltweiten aktiven Widerstand.

 

In Talkrunden tummelt sich nun als Experte für den Leopard II und Kritiker „zögerlicher Waffenlieferungen“ einer der früheren ranghöchsten deutschen NATO-Soldaten, General a.D. Egon Ramms. Er ist seines Zeichens auch Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT), eine Lobbyorganisation der Rüstungsindustrie. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und nun trommelt auch Christoph Heusgen, ehemaliger Sicherheitsberater von Angela Merkel und seit 2022 neuer Chef der sogenannten Münchner Sicherheitskonferenz, für die Lieferung des Leopard II.

 

Aus Regierungskreisen wird schon eine Lösung präsentiert: Die zwölf EU-Länder, die im Besitz des Leopard II sind, könnten sich doch zur gemeinsamen Lieferung zusammentun. Die faschistische Türkei kommt unter ihrem Diktator Recep Tayyip Erdoğan dazu nicht infrage. Die ist ja aktuell vollauf damit beschäftigt, ihre Leopard II verbrecherisch gegen den kurdischen Befreiungskampf in Syrien einzusetzen. Auch die islamisch-faschistischen Feudalherrscher in Katar sind im Besitz des Leopard II. Doch die brauchen ihn vielleicht noch bei Protesten anlässlich der Fußball-WM oder bei kommenden revolutionären Aufständen.

 

Der Leopard II wird als Exportschlager, Wunderwaffe und bester Kampfpanzer der Welt präsentiert. Erprobt bisher u.a. durch kanadische Einheiten in Süd-Afghanistan gegen die Taliban, aber kaum im direkten Kampf gegen feindlich starke Panzereinheiten. Kein Waffensystem - auch nicht der Leopard II - ist unverletztlich. Die russische Armee hat zwar nicht mehr die Stärke der ehemaligen sozialimperialistischen Sowjetunion, sollte aber auf keinen Fall unterschätzt werden. Und Putin dürfte als ehemaliger Geheimdienstagent in Deutschland schon bestens mit dem Leopard II. vertraut sein.

 

Würde der Leopard II. vorschnell eingesetzt und außer Gefecht gesetzt, könnte diese Wunderwaffe schnell entzaubert werden. Der deutsche Imperialismus wäre als Superwaffenlieferant und in seiner angestrebten Führungsrolle- bzw. -macht angeschlagen. Vor allem aber wäre der Einsatz des Leopard II. eine weitere Eskalation im Ukrainekrieg. Wachsamkeit und aktiver Widerstand sind das Gebot der Stunde!