Pressmitteilung des Freundeskreises Mouhamed / Dortmund

Pressmitteilung des Freundeskreises Mouhamed / Dortmund

Erfolgreiches Solidaritätsfest für Mouhamed am 24. September

Für Samstag, den 24. September, hatte der „Freundeskreis Mouhamed“ die Initiative für ein Solidaritätsfest auf dem Kurt-Piehl-Platz ergriffen. Franz Stockert, der Sprecher des Freundeskreises Mouhamed, zieht ein positives Resümee: „Das selbstorganisierte Fest hatte eine große Resonanz unter der internationalen Bevölkerung. Bis zu 250 Besucherinnen und Besucher feierten bis 22 Uhr und gedachten an Mouhamed. Dieses Fest stärkte den Zusammenhalt, die gemeinsame Trauer und den gemeinsamen Kampf für Gerechtigkeit für Mouhamed!“

Erfolgreiches Solidaritätsfest für Mouhamed am 24. September
Tanz vor der Bühne zu Musik von Gehörwäsche und Songgruppe (rf-foto)

Mit Diallo, Jah Sala und Levi Maeka spielten alleine drei afrikanische Musiker aus Dortmund auf dem Fest. Die Band Gehörwäsche aus Köln, machte besonders zu Beginn Stimmung mit rockigen Sounds. Aus Bielefeld reiste die Reggae Band Ancient Fyah extra an. Auch der Musiker Felix Ende aus Bielefeld trug mit nachdenklichen und ruhigen gesellschaftskritischen Liedern zum Solidaritätsfest bei. Alle Künstler spielten ohne Gage und wollen in Kontakt bleiben.

 

Die Moderatoren des Solifestes Rezan Tay und Sarah Rißmann waren von Beginn der Trauer und des Protests seit dem 9. August an auf dem Kurt-Piehl-Platz dabei. Rezan eröffnete das Fest „Wir haben uns hier am ersten Tag nach dem Tod von Mouhamed spontan versammelt, dann haben wir eine Demo zur Nordwache gemacht, am nächsten Tag zum Polizeipräsidium.“ Der Druck der Bevölkerung führte dazu, dass der Fall nicht unter den Teppich gekehrt werden konnte. Wir fordern nach wie vor eine unabhängige Untersuchung. Dafür wurde vor dem Landtag NRW eine Petition abgegeben. Auf dem Solidaritätsfest freuten wir uns über eine Grußbotschaft von Claus Melter, der diese Petition initiierte.


Die Idee zum Solidaritätsfest kam auf, weil die Bewohner hier besonders erschüttert, traurig und wütend sind. „Heute beim Fest steht die gemeinsame Trauer aber auch der Kampf und besonders das gemeinsame Feiern im Zentrum“, so Sarah Rißmann, die das Fest gemeinsam mit Bewohnern organisierte. Begeisternd war der Auftritt einer Volkstanzgruppe in kurdischer Tracht. Beim Tanz Jerusalema der Kinderorganisation Rotfüchse konnten alle mitmachen.

 

Die zahlreichen Bündnispartner und Unterstützer sowie Anwohner, die das Fest organisierten, trugen alle etwas zum Gesamtgelingen bei. Das waren neben dem Freundeskreis Mouhamed, der Jugendverband REBELL und die Kinder der ROTFÜCHSE, die Jugendgruppe Revolution aus Dortmund, die Deutsch-Südafrikanische Freundschaftsgesellschaft Marikana, Solidarität International, der kurdische Frauenverband Rozerin, die MLPD sowie zahlreiche Einzelpersonen, wie der fortschrittliche Rechtsanwalt Frank Jasenski sowie Monika-Gärtner Engel, die als Teilnehmerin der Weltfrauenkonferenz in Tunis vom Video der Weltfrauen „Justice for Mouhamed“ berichtete (hier geht es zum Video) .

 

Der „Freundeskreis Mouhamed“ hat bei dem begeisternden Fest viele neue Mitstreiter gewonnen und über 1000 Euro gesammelt. Der Erlös des Festes geht vollständig an die Spendensammlung des Freundeskreis Mouhamed. Die Spenden werden je zur Hälfte eine Klage gegen die Verantwortlichen in der Polizei für den Tod von Mouhamed finanzieren, sowie einen Beitrag für die Dorfentwicklung in Ndiaffate - dem Herkunftsort von Mouhamed – leisten. Für das Spendenziel von 5000 Euro hat das Solidaritätsfest einen wichtigen Beitrag geleistet. Wir werden aber auch weitere Aktivitäten dazu starten! Wer spenden will: Solidarität International e.V., IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84, Frankfurter Volksbank – Stichwort „Freundeskreis Mouhamed“