Preissteigerungen

Preissteigerungen

Forderungen an den Staat notwendig – aber erst recht an die Konzerne

Die Unzufriedenheit wächst. Wie sollen wir die Gas- und Stromrechnungen stemmen? Wo wir bisher für einen vollen Einkaufskorb 50 bis 60 Euro kalkulierten, müssen wir jetzt 70 bis 80 Euro berappen.

Korrespondenz

Der Erfahrungsaustausch, wo was noch etwas günstiger zu haben ist oder auf welche Produkte man umstellen könnte, nimmt zu. Aber das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

Forderungen an die Regierung, wie Gaspreisdeckel auf den Stand von Januar 2021 sind berechtigt, aber auf Kosten der Energiekonzerne.

 

Vor allem aber brauchen wir höhere Löhne, die sich auch bei Rentnern, Arbeitslosen, Sozialhilfeempfängern niederschlagen, wenn auch nur teilweise und verzögert.

 

In der beginnenden Metall-Tarifrunde ist der volle Einsatz der gewerkschaftlichen Kampfkraft gefordert. Ohne eigene Initiativen wird nicht viel laufen.

 

Da aber schon klar ist, dass selbst die volle Durchsetzung der 8 Prozent hinten und vorne nicht reicht, brauchen wir einen Lohnnachschlag. Nachschlag für den Verlust der vergangenen Monate, für die Energiekosten im Besonderen und vorausschauend gegen die weitere Abwertung der Löhne durch die steigende Inflation.

 

Aber Achtung! Das ist etwas anderes als die steuerfreie Inflationsprämie aus dem 3. „Entlastungspaket“. Dieses Geld wäre nur einmalig, erlässt auch den Konzernen die Lohnsteuer und im Endeffekt zahlen wir die Steuern nur später und anders nach.

 

Diese gepriesene Prämie hat vor allem den Zweck, die Arbeiterinnen und Arbeiter vom konsequenten Lohnkampf abzuhalten mit der Verlockung des irreführenden „Spatz in der Hand“.

 

Es gibt aber keinen Grund für Zurückhaltung. Schon die Gasumlage musste aufgrund der bundesweiten Proteste, u.a. der Montagsdemo-Bewegung, fallen. Wie viel stärker werden Streiks den Druck für die Durchsetzung von Forderungen aufbauen.