40 Jahre MLPD / Stadt Gelsenkirchen

40 Jahre MLPD / Stadt Gelsenkirchen

Souverän geht anders

Die Jubiläumsfeierlichkeiten „40 Jahre MLPD“ Ende August waren ein wunderbares Event mit ca. 3000 Besucherinnen und Besuchern aus aller Welt und natürlich aus Gelsenkirchen. Über das Echo im Stadtteil berichtet ein Anwohner: „Gestern war ich bei dem Konzert auf dem Josef-Büscher-Platz, und da habe ich viele Leute aus dem Stadtteil hier gesehen, die sagten: 'Das habt ihr gut gemacht, ganz klasse'. Dann meldete sich noch ein Kollege, der sonst immer etwas moppert. Jetzt meinte er: 'Ja, da habt ihr was aufgezäumt, da bin ich beeindruckt'.“

Von em

Von Seiten der Polizei und des Ordnungsamtes gab es keinerlei Beanstandungen. Im Ablauf auftretende Fragen wurden sofort einvernehmlich geklärt. Also alles gut?

 

Nein, zumindest nicht für jemanden aus den oberen Etagen der Stadtverwaltung. Also wird das Ordnungsamt in Marsch gesetzt: Am 12. September flatterte der MLPD ein Kostenbescheid in Höhe von 577,50 Euro für das Abhängen von 33 Plakaten ins Haus, mit denen für die Geburtstagsfeierlichkeiten geworben worden war. Das Ordnungsamt hat allen Ernstes städtische Angestellte am Samstag und Sonntag losgeschickt, um die Plakate zu entfernen. „Ergänzt“ wurde das durch die Einleitung eines „Ordnungswidrigkeitenverfahrens“. Dazu muss man wissen, dass die Plakate selbstverständlich am Sonntag von der MLPD wieder abgehängt worden wären. Das sieht schon sehr nach einer antikommunistisch motivierten Schikane aus! Für private Geburtstagsfeiern werden überall Einladungen an Laternen angebracht. Hat man jemals gehört, dass die auch kostenpflichtig abgehängt werden?

 

Man könnte die Sache als Schildbürgerstreich abtun, wenn dafür nicht die Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger den Preis bezahlen müssten. Wir erinnern daran, dass die vollkommen unsinnigen Prozesse zur Verhinderung der Aufstellung der Lenin-Statue an der Horster Mitte Tausende Euro an Steuergeldern gekostet haben. Soll jetzt aus blindem Antikommunismus eine neue Machtprobe veranstaltet werden? Haben die Stadtoberen nichts gelernt? Mit einer Niederlage souverän umgehen sieht anders aus. Die MLPD hat bisher, mit Unterstützung vieler Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener, noch jede dieser Attacken erfolgreich pariert. Das wird die MLPD auch diesmal tun. Wir würden es allerdings begrüßen, wenn die Stadt von diesem Unsinn Abstand nimmt und die gesparten Prozesskosten sinnvoll z. B. für Jugendprojekte einsetzt.