Indonesien

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Wut auf die Polizei wegen der Stadiontragödie in Ostjava wächst

In Indonesien wächst die Wut auf die Nationalpolizei, nachdem bei einer der tödlichsten Katastrophen in der Geschichte des Fußballs mindestens 125 Menschen getötet und 323 Menschen verletzt wurden.

Korrespondenz aus Berlin

Die Beamten hatten im Stadion Tränengassalven auf die überfüllten Tribünen abgefeuert und eine Massenpanik ausgelöst, woraufhin die Zuschauer in Massen zu den kleinen Toren stürmten, wo viele von ihnen niedergetrampelt wurden oder erstickten.

 

In Malang, der Stadt des Vorfalls, aber auch in Jakarta, versammelten sich am späten Sonntag hunderte von Fußballfans vor dem größten Stadion des Landes und skandierten: "Mörder, Mörder",

 

Die Wut der Massen wächst, weil sie diese willkürliche Aggression der Polizei und Militärs (TNI) als tägliche Bedrohung erleben. Bei den landesweiten Massendemonstrationen gegen die Regierungsgesetze wurden viele verletzt und es gab Tote. Polizeiterror und –gewalt ist auch an der Tagesordnung, wo sich, wie in Wadas, gegen einen Staudammbau oder in Kendeng, wo Heidelberg Zement eine ganze Region zerstört, die Menschen im Widerstand organisiert haben. Im Auftrag der Herrschenden im neuimperialistischen Indonesien wurde gerade jetzt eine umfassende Überwachung des Internets und von Massenger-Diensten wie Signal usw. durchgedrückt: Zur Kriminalisierung und Unterdrückung des Widerstandes. Diese Proteste gegen den Polizeiterrors im Fußballstadion verbindet sich so auch mit den Protesten gegen den gesamten repressiven Staatsapparat, Geheimdienstbespitzelung, Kriminalisierung von Aktivisten und dem Abbau demokratischer Rechte.