Frankreich

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Beschäftigte von Raffinerien im Streik für Lohnerhöhung

Der Streik betrifft einen guten Teil der französischen Raffinerien, bei ExxonMobil und TotalEnergies in der Normandie dauert der Streik schon zwei Wochen, weitere Raffinerien schlossen sich in den letzten Tagen an.

Korrespondenz aus Paris

Ein Drittel der französischen Tankstellen erlebt Engpässe. Bei den noch offenen Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Viele Autofahrer in Frankreich haben Schwierigkeiten, sich mit Treibstoff zu versorgen - Schulbusfahrer, Taxi- und Lastwagenfahrer. Am gestrigen Montag, dem 10. Oktober, berief Premierministerin Elisabeth Borne eine Krisensitzung ein. Sie stellt der Geschäftsleitung von Total und den Gewerkschaften ein Ultimatum: sie müssten gemeinsam einen Ausweg aus der Krise finden. "Es gibt einen Punkt, an dem Schluss mit lustig ist". Die Premierministerin zeigt sich wie üblich als Hardlinerin. Wenn sich das Management und die Gewerkschaften nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen einigen, wird der Staat die Raffinerien beschlagnahmen.

 

Die Gewerkschaft CGT von Esso-ExxonMobil fordert eine stärkere Lohnerhöhung als die vom Konzern angebotene, die laut dem Konzern-Sprecher auf "durchschnittlich 5,5 % Erhöhung mit einer Prämie von 3000 Euro für 2023" hinauslief. Eine Erhöhung, "die nicht ausreicht, um die galoppierende Inflation zu decken, noch dazu in einem Umfeld von Superprofiten", so der CGT-Vertrreter. Er sagte: "Wenn wir Verhandlungen aufnehmen, dann auf der Grundlage unserer Forderungen: Wir fordern eine Lohnerhöhung von 10 %". Dieser Betrag soll ab dem 1. Januar und rückwirkend für das Jahr 2022 gelten.

 

  • Solidarität mit den Streikenden ! Für höhere Löhne und Gehälter!
  • Keine Abwälzung der Krisen- und Kriegslasten auf dem Rücken der Arbeiter!!