Israel / Palästina
September: Vertreibung und Zwangsenteignung von Palästinensern ging weiter
Das deutschsprachige palästinensische Online-Medium „Occupied News“ schreibt:
Die Vertreibung und Zwangsenteignung von Palästinenserinnen und Palästinensern ging auch im vergangenen Monat weiter. Die Besatzungsarmee zerstörte acht Familienhäuser, mehrere Tausend m² Ackerland sowie landwirtschaftliche Infrastruktur.
Seit Anfang 2022 hat die Besatzungsarmee 115 palästinensische Familien obdachlos gemacht: insgesamt 686 Personen, darunter 132 Frauen und 310 Kinder. Dies war das Ergebnis des Abrisses von 121 Häusern und 41 Wohnzelten durch die Armee. Diese Vertreibung erfolgt ohne Entschädigung oder alternativen Wohnraum. Die Besatzung zerstörte außerdem Ackerland und 92 weitere zivile Objekte (für Verwaltung, Bildung, Landwirtschaft, Medizin, Religion, etc.).
Die UN bezeichnet diese Praxis als Kriegsverbrechen, Amnesty International, Human Rights Watch und weitere Menschenrechtsorganisationen sowie die UN zeigen, dass es sich um eine Praxis israelischer Apartheidspolitik handelt, um die Demographie im besetzten Westjordanland zu Gunsten jüdisch-israelischer Siedler zu verschieben. In diesem Sinne geht auch der völkerrechtswidrige Siedlungsbau im Westjordanland weiter. Dieser stellt gemäß Genfer Konvention ein Kriegsverbrechen dar.