Heilbronn

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Lohnnachschlag auch bei Audi notwendig?

Freitagmorgen um halb sieben wollte die Aufbaugruppe der MLPD Heilbronn von den Lehrlingen bei Audi Neckarsulm erfahren, ob sie bei der steigenden Inflation von über 10%, bei Arbeiterfamilien sogar ca. 20%, einen Lohnnachschlag für erforderlich halten. Da die Inflation auch eine bewusste Methode ist, die Krisen- und Kriegslasten auf die Bevölkerung abzuwälzen.

Korrespondenz

Wir hatten  Plakate vorbereitet, wo sie ein Kreuz bei Ja oder Nein machen konnten.

 

Natürlich wollten wir erst wissen, ob sie überhaupt einen Lohnnachschlag brauchen. 19 Lehrlinge haben in kürzester Zeit bei Ja ihren Strich gemacht. Ich glaube, wir waren etwas erstaunt, da wir davon ausgingen, dass sie meinen, bei Audi verdient man gegenüber anderen Lehrlingen doch gut. Zwölf Lehrlingen war es bewusst, dass diese nur durch einen selbständigen Streik erkämpft werden kann und es keinen Lohnnachschlag  mit  einem Wunschzettel an den Weihnachtsmann geben wird, aus Jux haben dies auch einige angekreuzt.

 

So war auch mancher stolz auf die Demo in Kornwestheim, wo sie mit 5000 Kolleginnen und Kollegen aus Baden-Württemberg für die volle Durchsetzung der 8 Prozent-Lohnforderung ihre Kampfbereitschaft signalisierten, obwohl manchem auch klar war, dass die Lohnforderung eigentlich um einiges höher sein müsste. Einige waren der Meinung, dafür ist der Betriebsrat und die IG Metall da, um das zu organisieren. Andere wollen es mit anderen Kollegen und Kolleginnen beraten, wie der Streik organisiert werden kann.

 

Ca. 25 Lehrlinge holten sich eine Inflationsbroschüre von uns, zwei haben näheres Interesse am Jugendverband REBELL. Als nächste Aktion müssen wir die Streikrechtbroschüre einsetzen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter müssen in Deutschland ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht durchsetzen.

 

Insgesamt waren wir zufrieden mit unserer Aktion, da wir nicht immer eine so hohe Offenheit erleben.