Nein zum Krieg gegen Kurdistan

Nein zum Krieg gegen Kurdistan

Es lebe die Freundschaft der Völker!

Die Rote Fahne Redaktion erreichten zwei Korrespondenzen aus Lübeck und Mannheim zu Protestdemonstrationen gegen den Krieg des faschistischen türkischen Regimes gegen die kurdischen Freiheitskämpfer im Nordirak und in Rojava, sowie zur Lage in den kurdischen Gebieten im Iran:

Von Korrespondenten
Es lebe die Freundschaft der Völker!
Bild von der Demonstration in Mannheim (rf-foto)

Lübeck: „Es lebe die Freundschaft der Völker!“

Voller Empörung über den Giftgasanschlag des faschistischen Erdoğan-Regimes in Rojava demonstrierten etwa 100 Menschen am 29. Oktober durch die volle Innenstadt. 17 Kurdinnen und Kurden wurden am 20. Oktober bestialisch ermordet. Über dieses Verbrechen sowie die mörderischen Drohnenangriffe auf Freiheitskämpfer und Zivilisten erfährt man nichts in den bürgerlichen Medien. Groß aufgemacht wurde dagegen vor einiger Zeit, wie sich Außenministerin Baerbock scheinbar vom Faschisten Erdoğan abgrenzte. Das hindert die Bundesregierung nicht daran, ihn in diesem Jahr mit gesteigerten Waffenexporten im Wert von 250 Millionen Euro für seinen Eroberungskrieg gegen das kurdische Volk zu unterstützen.

 

Eine kurdische Sprecherin forderte: „Schluss mit den deutschen Waffenlieferungen an die faschistische Türkei!“

 

Mit dem Herzen waren wir alle beim Freiheitskampf im Iran. „Jin, Jiyan, Azadi“ tönte es laut durch die Straßen. Auf der Kundgebung mitten in Lübeck hob ein Genosse der MLPD den Mut der kämpferischen Frauen hervor. Gleichwohl ist dies nicht nur eine Revolution der Frauen. Die streikende Arbeiterklasse ist Kern des Aufstandes. Im kurdischen Teil des Iran wird der Generalstreik vorbereitet. Die Sprecherin sagte: „Das kurdische Volk, die Völker im Iran, in der Türkei, der Ukraine und in Russland wollen in Frieden leben. Das geht nur, wenn wir gemeinsam die Kriegstreiber vertreiben. Sie wollen ihre Macht und ihren Besitz auf Kosten der Völker erweitern und führen dafür Kriege. Es lebe die Freundschaft der Völker!“

 

Aktivistinnen und Aktivisten des Jugendverbands REBELL verabredeten sich mit Jugendlichen für den nächsten Tag, um ein Solidaritätstransparent zu malen. Gemeinsam sangen sie zum Abschluss das Kobanê-Lied. Und das zauberte ein zuversichtliches Lächeln auf die Gesichter der Demonstranten.

Mannheim: „Schluss mit den Massakern in Kurdistan!“

Über 500 Menschen überwiegend kurdischer Herkunft bewegten sich am 28. Oktober sehr kämpferisch vom Wasserturm zum Paradeplatz in Mannheim. Teilgenommen haben auch Delegationen der Konföderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland (ATIF), der Linkspartei und der MLPD Rhein-Neckar. Sie alle protestierten gegen die brutalen und völkerrechtswidrigen Einsätze mit Giftgasen seit April 2022, die der türkische Faschismus gegen Gebiete im Irak, wie dem Shengal durchführt. Ebenso wurde gegen die Attacken gegen die sogenannten Verteidigungsgebieten Medya sowie gegen die Drohnenangriffen auf Rojava protestiert.

 

Zu Beginn der Demonstration trug der kurdische Versammlungsleiter eine sehr informative und aufrüttelnde Rede in Deutsch vor, mit der er sich vor allem an die Passantinnen und Passanten wendete. Anschaulich wurden von ihm die Folgen dieser völkerrechtswidrigen Einsätze dargestellt. Er nahm dabei auch historisch Bezug auf den Einsatz von Giftgasen wie Sarin und Lost im Ersten Weltkrieg, der zu grausamsten Verwundungen und Toten führte. Mit Sprechchören wie „Deutsche Waffen deutsches Geld morden mit in aller Welt!“, „Deutsche Waffen raus aus Kurdistan!“ „Biji Berxwedana Kurdistane - Es lebe der Widerstand von Kurdistan!“, “Hoch die internationale Solidarität!“, „Jin-Jihan-Azadi!“, „Frauen leben Freiheit!“ zog der Demonstrationszug zum Paradeplatz.

 

Wir führten immer wieder Gespräche zur Gewinnung von Mitkämpfern für die neue Friedensbewegung gegen Faschismus und Krieg bzw. für die antiimperialistische und antifaschistische Einheitsfront. Dazu gab es zwar durchaus Interesse, aber es konnten leider noch keine aktiven Mitstreiter gewonnen werden. Am Paradeplatz wurde dann die Eingangsrede wiederholt. Desweiteren sprachen die Vertreterin der Linkspartei: die Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut, eine Vertreterin der ATIF und ein Vertreter der MLPD. Letzterer bekam viel Beifall.