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Leipzig: Karrierezentrum der Bundeswehr blockiert

Am 2. November fand in Leipzig eine Widerstandsaktion gegen das in der Fußgängerzone ansässige Karrierezentrum der Bundeswehr statt.

Korrespondenz aus Leipzig

Für eine Stunde wurde dieses unscheinbare Büro mit unauffälligem Türschild ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Der Hauseingang war mit dem knallroten Transparent »Aktiver Widerstand gegen die Weltkriegsvorbereitung - gegen alle Imperialisten!« weitgehend blockiert. In verschiedenen Kurzreden wurde die Rolle Leipzigs im militärisch-industriellen Komplex Deutschlands attackiert. Hier sind nicht nur einige Rüstungskonzerne ansässig, sondern sitzt auch die Stabsstelle, die die gesamte Ausbildung bei der Bundeswehr koordiniert.

 

Während die Fußgängerzone bei schönem Wetter voll war, herrscht im Karrierezentrum tote Hose in Sachen Publikumsverkehr - hoffentlich ist das der Normalzustand! Unter den Passanten war trotz Einkaufstrubel eine deutlich spürbare, spontane Zustimmung zu dieser Aktion. Einige kamen auf die Aktivisten der Widerstandsgruppe von MLPD und Rebell zu, trugen sich in die Listen der neuen Friedensbewegung ein oder holten sich das aktuelle Rote Fahne Magazin, das die Atomkriegsgefahr zum Titelthema hat.

 

„Die Bundeswehr, auch Polizei, sowie Ordnungsamt hielten sich auffällig zurück. Der einzige uniformierte Bundeswehr-Offizier, der gesichtet wurde, drückte sich verschämt am Transparent vorbei und verschwand eilends“, berichtet ein Genosse der MLPD Leipzig.