Interview zum Verkauf des Buches „Katastrophenalarm“ beim Umweltkampftag

Interview zum Verkauf des Buches „Katastrophenalarm“ beim Umweltkampftag

„Das können wir doch nicht so weiterlaufen lassen!“

Ein Rote-Fahne-Redakteur interviewte einen MLPD-Genossen in Gelsenkirchen über den Verkauf des Buchs "Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?" von Stefan Engel beim gestrigen Umweltkampftag.

Korrespondenz
„Das können wir doch nicht so weiterlaufen lassen!“
Die Literatur der MLPD - unentbehrlich angesichts der Suche nach Orientierung. Buchverkauf am 12. November in Gelsenkirchen (rf-foto)

Frage: Du hast beim Umweltkampftag in Gelsenkirchen unter anderem drei Exemplare des Buchs „Katastrophenalarm – was tun gegen die mutwillige Zerstörung des Einheit von Mensch und Natur“ verkauft. Wie kam es dazu?

 

Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

336 Seiten

ab 13,99 €

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Chris: Eine günstige Bedingung war die gesamte Aktion mit Demo, Liedern und Beiträgen von der Bühne. Das weckte bei vielen Aufsehen und Interesse schon beim Näherkommen. Ich ging auf Passanten zu und sprach sie mit dem Thema Umwelt an, die Flugblätter und das Buch in der Hand. Wenn jemand stehenblieb, habe ich die Unfähigkeit der Regierenden, das Umwelt-Problem zu lösen, angesprochen und ziemlich rasch die Meinung herausgefordert: „Das können wir doch nicht so weiterlaufen lassen!“ Dem stimmten viele zu, aber es kamen dann oft Bedenken, dass man ja eben nichts machen könne, dass man zu alt sei, dass „die anderen Leute doch alle nichts machen“ usw. Ich setzte dagegen, dass man sich in dieser lebenswichtigen Frage doch positionieren muss: Wenn die anderen nichts machen, dann bin ich doch erst recht gefragt. Sonst wird das angebliche „Nichtstun“ der anderen zur Rechtfertigung, selber nichts zu tun. Das hat einige zum Nachdenken gebracht.

 

Aber damit ist ja das Buch noch nicht verkauft. Was war dabei wichtig?

 

Ja, dann kommt es darauf an, knapp zu begründen, warum man das Buch braucht. Bei den drei Käufern habe ich darauf hingewiesen, dass es ja nicht nur um eine Klimakrise geht, dass ja auch die Meere verdrecken, sich die Artenvielfalt vermindert, Gletscher und der Permafrostboden auftauen usw. und all diese Prozesse ja zusammenhängen. Dieses Buch ist das erste, dass diese Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten wissenschaftlich darlegt und belegt, dass es darum geht, eine Katastrophe der gesamten Umwelt zu verhindern. Nachgewiesen wird, dass die Ursache insgesamt im kapitalistischen Profitsystem liegt. Dann kam meist das Gespräch auf den Autor Stefan Engel und dabei die kollektive Erstellung des Buches, bei dem über 120 Fachleute, Journalisten usw. unter seiner Leitung einbezogen waren; keiner kennt sich auf allen Fachgebieten aus. Das leuchtete ein.

 

Was waren das für Käufer?

 

Ein Kollege war von BP, er kannte unsere Rote-Fahne-Verkäuferin vor dem Betrieb und hatte schon Widersprüche zum BP-Konzern entwickelt. Ein ältere Frau war selbst überrascht, wie weit sich unsere Auffassungen glichen und deckte sich am Büchertisch gleich noch ein mit der Broschüre zu der Herausbildung der neuimperialistischen Länder, dem Vortrag von Stefan Engel zum Ukraine-Krieg auf dem Pfingtjugendtreffen 2022 und dem Parteiprogramm der MLPD. Der dritte Käufer war früher schon auf unseren Montagsdemonstrationen und will zum nächsten Mal wieder kommen. Ich bin auf die Reaktionen der Käufer gespannt.