Leverkusen

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FV Courage deckt auf: Kindeswohlgefährdung durch das Jugendamt

Der Frauenverband Courage prangert in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen einen schweren Fall von Kindeswohlgefährdung und Missachtung der Rechte einer alleinerziehenden Mutter durch das Jugendamt der Stadt Leverkusen an.

Frauenverband Courage

(…) Eine alleinerziehende Mutter mit einem vierjährigen Kind, die ein Kosmetik-Studio betrieb, kommt wegen Corona in eine wirtschaftliche Notlage. Die einzige „Hilfe“, die die Stadt Leverkusen ihr anbietet, ist ab Januar 2022 die Unterbringung in einer Obdachlosenunterkunft, (…). Das ist menschenunwürdig!

 

Nach einem Brand am 1. August wurde sie mit ihrem Kind erneut in einen Container einer Flüchtlingsunterkunft verbracht. Als sie sich beschwerte, entzog ihr das Jugendamt am 22.08.22 das Sorgerecht; fünf Personen erschienen an diesem Morgen bei ihr und nahmen ihr Kind einfach mit.

 

Es wurde für 2600 € im Monat bei einer Pflegefamilie untergebracht.

 

Als die Mutter am 18. Oktober ihr Kind zum ersten Mal wiedersehen konnte, hatte es eine kleine Narbe/Verletzung an der Stirn, die die Pflegemutter ihr beigebracht habe: „Die schlägt mich immer.“ Auf den Protest der Mutter gegen diese Unterbringung erklärte das Jugendamt, die Mutter könne ihr Kind vorläufig nicht mehr besuchen! (…)

 

Der Frauenverband Courage erklärt, dass wir Frau Simba weiter voll unterstützen und nicht zulassen werden, dass sie und vor allem ihr kleines Kind unter der Willkür deutscher Behörden zu leiden haben! (…)

 

Wir fordern Sie, Herr Richrath, als Chef der Verwaltung auf, dafür Sorge zu tragen, dass Frau Simba und ihr Sohn sofort eine menschenwürdige Wohnung und einen Kindergartenplatz erhalten, damit Frau Simba wieder arbeiten und für sich und ihr Kind sorgen kann! (…)

 

Frau Simba (lebt) seit 30 Jahren in Deutschland und hat hier bisher eigenständig und unabhängig gelebt. (…)