Betrieb und Gewerkschaft

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IAC ruft zum Umweltkampftag und europaweiten Streik- und Aktionstag auf

Die deutsche Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination (KOG) ruft auf: "Beteiligt euch an den Aktivitäten am 12. November, dem Kampftag zur Rettung der Umwelt, werdet initiativ."

Aufruf der Sprechergruppe der KOG (Auszüge)

Gerade scheffeln die Autokonzerne Höchstprofite auf dem Rücken der Beschäftigten und der Umwelt. Die Automobiler haben täglich mit einer galoppierenden Inflation, Drohungen mit Werkschließungen, Arbeitsplatzvernichtung, Ausweitung von Leiharbeit und Befristung, ständigem Wechsel von Schichtabsagen und Zusatzschichten zu kämpfen. Der von den Autokonzernen verursachte ausufernde Individualverkehr ist eine erhebliche Quelle von umweltschädlichen Stoffen. Im Kampfprogramm hat die Automobilarbeiterkonferenz beschlossen: Wir wollen uns nicht  zwischen Arbeitsplätzen und Umweltschutz entscheiden – wir fordern beides!

 

Machtvoll meldet sich die Arbeiterbewegung in den letzten Wochen mit Kämpfen zu Wort. Streiks in England waren der Hintergrund, dass Premierministerin Truss gehen musste. Im Iran stehen die Arbeiter  bei der revolutionären Gärung vorne dran, in Frankreich bei Streiks gegen Abwälzen der Krisen- und Kriegslasten. In Deutschland haben die Metallerinnen und Metaller in der Tarifrunde mit machtvollen Warnstreiks die heiße Phase eingeläutet. Selbständige Aktionen, wie bei EVO-Bus in Mannheim und Ford Saarlouis, sind wichtige Signale im Kampf gegen die Abwälzung der Krisen- und Kriegslasten. Wenn die Konzerne und ihre Regierungen sich europaweit abstimmen, dann ist es erforderlich, dass die Arbeiterbewegung über Ländergrenzen hinweg gemeinsam handelt und so eine starke Kraft wird.

 

Von der Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination unterstützen wir den Gedanken eines europaweiten Streik- und Aktionstags. Eine solche Idee wird sowohl in Belgien, als auch in Frankreich diskutiert: in verschiedenen Sektionen der CGT. Das ist eine Gegenrichtung zu dem von den Regierungen geförderten Sozialchauvinismus (Bundesverband der deutschen Industrie: „Deutschland zum Champion machen“, von AfD: „Unser Land zuerst“) und würde die internationalistische Richtung stärken. Wir als Internationale Automobilarbeiterbewegung stehen für die länderübergreifende Koordinierung. Deshalb fordern wir dazu auf, diesen Gedanken seitens der Trägergruppen aktiv unter Kolleginnen, Kollegen und in der IG Metall zu verbreiten.