Leserbrief

Leserbrief

Klimakonferenz: Die Solidarpaktlüge muss man angreifen!

Als Reaktion auf den Artikel "Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle", der am 8. November auf "Rote Fahne News" erschienen ist, erhielt die Rote Fahne Redaktion den folgenden Leserbrief aus Leipzig:

Im Buch „Katastrophenalarm!“ heißt es: „In der öffentlichen Meinung wird der Eindruck erzeugt, die Umweltfrage sei bei den Herrschenden und ihren Regierungen in guten Händen. In Wirklichkeit aber waren sie seit dem Aufkommen der Umweltkrise Anfang der 1970er Jahre weder willens noch in der Lage, etwas Wirksames dagegen zu unternehmen. Stattdessen treibt die Menschheit ungebremst – ja sogar beschleunigt – auf eine globale Umweltkatastrophe zu. Diese hat das Potenzial, die Grundlagen jeglichen menschlichen Daseins zu vernichten“

 

In der Eröffnungsrede von COP 27 sagte UN-Generalsekretär Guterres, wir befänden uns auf der Schnellstraße in die Klima-Hölle – mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Das klingt ja ähnlich wie die Warnung im „Katastrophenalarm“. Er schlägt einen Solidarpakt vor.

 

In dem Artikel auf Rote Fahne News „Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle“ wird zwar darauf hingewiesen, dass dies ein Vertreter der Imperialisten sagt (…), es wird aber nicht der Vorschlag eines Solidarpakts angegriffen. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Reden auf dem COP 27, dass jetzt endlich die reichen Länder mit den armen Ländern, die oft noch mehr betroffen sind, solidarisch sein müssten und die 100 Milliarden, die beim letzten Gipfeltreffen in Glasgow beschlossen wurden, endlich ausbezahlt werden sollten. (…)

 

Die Verantwortung für die Entwicklung zur globalen Umweltkatastrophe liegt in erster Linie bei den internationalen Übermonopolen (…). Mit ihnen kann es keine Solidarität geben. Das muss klar unterschieden werden von der Solidarität der internationalen Arbeiterklasse und aller Unterdrückten im gesellschaftsverändernden Umweltkampf.