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Landeskonferenz der NaturFreunde in Hessen: Bedürfnis für tiefere Vereinheitlichung zu Krieg und Frieden

Ca. 90 Delegierte aus über 25 Ortsgruppen in Hessen trafen sich zur - im dreijährigen Turnus stattfindenden - 36. Landeskonferenz am 6. November in Biebergemünd.

Korrespondenz aus Darmstadt

Es waren etwas mehr Jugendliche als früher anwesend. Die Auseinandersetzungen waren diesmal weniger starr gegeneinander gerichtet. Die Konferenz war streng gemäß den Vorgaben geführt und dennoch locker. Auch waren die Debatten vom gegenseitigem Respekt geprägt.


Große Einigkeit gab es gegen Ausgrenzung, Rassismus, für demokratische Rechte, soziale Belange, Umwelt- und Klimaschutz sowie allgemein gegen Krieg. Hohe Anerkennung gab es auch für alle geleistete Arbeit – und dazu passend große Einmütigkeit bei allen Wahlen.


In einem Leitantrag zur „Notwendigkeit, die Ukraine militärisch zu unterstützen“  wurde das "militärisch" mit knapper Mehrheit gestrichen. Der Bundesvorsitzende, Michael Müller, hielt seine sehr engagierte und historisch begründete Rede gegen Entwicklungen von rechts, Faschismus und Krieg. Mehrmals geißelte er den gegenwärtigen Militarismus.


Als zwei ausführliche und tiefgründige Anträge zu Krieg, Frieden und Klimakatastrophe behandelt werden sollten, beschloss die Versammlung, dass es für solche Entscheidungen mehr Zeit und Vorbereitung brauche. Aufgrund der vorgetragenen „Bauchschmerzen“ zur Vertagung dieser wichtigen Debatte, beschloss die Versammlung eine weitere Landeskonferenz eigens zu diesen beiden Anträgen. Dazu hieß es noch, dass diese Verzögerung die Ortsgruppen ja nicht daran hindere, friedenspolitisch tätig zu sein. Die ergänzende Konferenz soll zeitnah stattfinden.