Internationaler Umweltkampftag

Internationaler Umweltkampftag

REBELL veröffentlicht Brief

Der Jugendverband REBELL ruft am 12. November zum internationalen Umweltkampftag auf! Wir brauchen eine starke Umweltbewegung zur Rettung der Umwelt vor imperialistischer Profitwirtschaft und Krieg! Zur Auseinandersetzung darum veröffentlichen wir heute einen Briefwechsel. Wir freuen uns auf die solidarische und streitbare Auseinandersetzung!

Ein Mitglied der Verbandsleitung des REBELL schrieb:

„… vom Internationalistischen Bündnis hat mir euren Brief gegeben, dass ihr euch nicht an der "Front gegen Faschismus und Krieg" beteiligen wollt. Das ist sehr schade, aber wir respektieren das natürlich und freuen uns auf jede wie auch immer geartete punktuelle Zusammenarbeit. Sie ist heute dringlicher denn je. ...

 

Nun zu eurem Einwand gegen unsere Arbeit: das Auftreten mit Fahnen, Organisations- bzw. Parteisymbolen und Literatur, die ihr auf euren Veranstaltungen nicht haben möchtet. Wir sind und bleiben da anderer Meinung und ich möchte es dir begründen.

 

1. Wir legen großen Wert darauf, dass die breite Masse der Bevölkerung – jeder, ob auf der Straße, bei Veranstaltungen oder auf Camps weiß, mit wem er es zu tun hat und die Akteure in Wort und Tat prüfen kann. Undercover-Arbeit oder Seilschaften im Hintergrund lehnen wir ab. Es ist doch keineswegs so, dass andere Parteien wie SPD und Grüne keinen Einfluss ausüben! Nur machen sie das nicht offen. Sie tragen heute Regierungsverantwortung für die massive Aufrüstung, reaktionäre Flüchtlingspolitik und den katastrophalen Rückwärtsgang in der Umweltpolitik. Deshalb ziehen sie es vor "im Hintergrund" zu agieren. Das können sie so für sich entscheiden. Nicht zu akzeptieren ist allerdings, wenn sie dann Stimmung machen, uns demokratische Rechte verwehren oder uns gar ausschließen. Das klappt natürlich nicht!

 

2. Seit über 150 Jahren, schon seit Karl Marx und Friedrich Engels, währt der Kampf darum, sozialistische oder kommunistische Auffassungen zu vertreten und Symbole zu zeigen. Es ist eine große Errungenschaft aus harten Kämpfen der Arbeiter- und revolutionären Bewegung, dagegen demokratische Rechte und Freiheiten durchgesetzt zu haben. Partei-, Organisations- und Fahnenverbote werden allerdings bis heute von reaktionären, faschistoiden und faschistischen Regierungen repressiv durchgesetzt. So in Ungarn, der Ukraine, Russland oder der Türkei. Wenn solche undemokratischen und antikommunistischen Methoden nun Einzug halten sollen in die kämpferische Bewegung in Deutschland lehnen wir das entschieden ab.

 

3. Überparteilich bedeutet für uns, dass über parteipolitische und weltanschauliche Grenzen hinweg von ‚Religion bis Revolution‘ gleichberechtigt, auf Augenhöhe und von keiner Seite dominierend zusammengearbeitet wird. Jede beteiligte Organisation kann und soll dabei ihre Identität behalten, sie aber in den Dienst der gemeinsamen Ziele stellen und eine respektvolle demokratische Streitkultur praktizieren. Wenn ihr unter diesen Gesichtspunkten Kritiken an unserer Arbeit habt, sind wir jederzeit dafür offen und wollen gerne weiter dazu lernen. ...