Grünheide

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TESLA – neue Herausforderungen bei einem internationalen Automonopol

In Grünheide bei Berlin hat TESLA mit seiner Gigafactory 4 im März 2022 die Produktion von Elektro-PKWs aufgenommen.

Korrespondenz aus Berlin

Für den Monat Oktober wurde die Produktion von 2.000 PKWs pro Woche gemeldet bei 7.000 Beschäftigten, bis 2025 sind mit bis zu 12.000 Beschäftigten 500.000 Fahrzeuge geplant. Eine international zusammengesetzte Belegschaft arbeitet im 3-Schichtsystem mit einer einzigen Pause von 30 Minuten pro Schicht! Die Kolleginnen und Kollegen haben ansonsten in 8 Stunden Arbeitszeit keine Möglichkeiten, etwas zu trinken oder ähnliches, was stark in der Kritik steht.

 

Bei unseren ersten Einsätzen mit dem Rote Fahne Magazin stößt auch die von TESLA gewährte Lohnerhöhung von 6% (!) im August auf Kritik – es gibt keinen Tarifvertrag im Betrieb. Mehrere Kollegen stimmten der Forderung nach einem Lohnnachschlag zu – konnten sich aber die Durchsetzung noch nicht vorstellen: „Wir können nichts machen, die Bosse sind zu stark und haben auch die Polizei auf ihrer Seite.“

 

Die Kollegen waren aufgeschlossen für die Stärkung der IG Metall bei TESLA, um gemeinsam ihre Interessen durchzusetzen. Im Zusammenhang mit kurzen Gesprächen über die Ursachen des Kriegs in der Ukraine wurde deutlich, dass wir eine Alternative zum Kapitalismus brauchen. Wir werden weiter berichten.