Betrieb und Gewerkschaft

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Warnstreik bei Opel Bochum zur Metalltarifrunde: Einiges in Bewegung

Vier Stunden Warnstreik vorm Tor. Weniger Kollegen, als bei früheren Aktionen. Gleichzeitig sind viele Kollegen aufgewühlt, sehr nachdenklich und zum größten Teil offen für tiefgehende Gespräche mit "Rote Fahne"-Verkäufern.

Korrespondenz

„Tarifrunde, Umwelt und dann kommst du noch mit dem Krieg. Stimmt alles. Ist schlimm. Aber können wir daran was ändern?“ „Sind wir nicht schon im Krieg? Die Sprengung von Nord-Stream geht doch bestimmt auf die USA zurück.“ „Schuld am Krieg ist nicht, wer den ersten Schuss abgefeuert hat. Sarajewo (Attentat) war doch nicht der Grund für den Ersten Weltkrieg“. „Ja, wir sollen in Resignation getrieben werden. Das fängt doch schon bei den Hunderten Morden an, die wir jeden Monat übers Fernsehen ins Wohnzimmer kriegen.“ „Über die Verbrechen von Selenskyi bringen die Medien nichts.“

 


Auf der Bühne: „Wir haben nichts gegen 3000 Euro Einmalzahlung, aber wir brauchen eine anständige Tariferhöhung“ - so das Mitglied der IG Metall-Verhandlungskommission. Sie haben auch Opel aufgefordert, den Hausvertrag zu beenden, nachdem die Lohnerhöhungen jeweils erst in der nächsten Tarifrunde ausbezahlt werden. Das unterstützte auch der Betriebsratsvorsitzende. Wenn man berücksichtigt, dass die Vereinbarung von der IG Metall mit Zustimmung des Betriebsrats unterschrieben worden war, scheint etwas in Bewegung zu geraten.

 


Ein Betriebsratsmitglied der Initiative für kämpferische Betriebsratsarbeit, OFENSIV, kritisierte diese Verträge. Es sei jedoch falsch, wenn Kollegen mit diesem Argument nach Hause gegangen sind, nicht am Tor geblieben sind. Vertrauenskörperleitungen aus Stahlbetrieben überbrachten ihre Solidarität.
Ebenso ein Rote Fahne Verkäufer, der betonte, dass wir Arbeiter, wenn wir uns einig sind, gegen die Monopole nicht nur höhere Löhne durchsetzen, sondern auch ihre Kriege beseitigen können.

 


Gerät hier mehr in Bewegung?