Dortmund

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Demonstration gegen Polizeigewalt

Am 08.08.2022 wurde Mouhamed aus Ndiafatte / Senegal im Alter von 16 Jahren von Dortmunder Polizisten mit 5 Kugeln erschossen.

Korrespondenz

Als die 12 Polizisten eintrafen, war Mouhamed ruhig in einem Innenhof – keine 5 Minuten später schossen die Polizisten gleichzeitig mit Taeser und Maschinenpistole auf ihn. Er starb kurz darauf im Krankenhaus.

 

12 Polizisten mit Maschinenpistole im Einsatz, wenn ein Jugendlicher mit wahrscheinlich suizidalen Absichten Hilfe braucht? Seit 2018 wurde vom NRW-Innenministerium das Mitführen von 2 Maschinenpistolen in jedem Streifenwagen angeordnet, wegen „allgemeiner Terrorgefahr“. In jener Woche wurden in Deutschland vier Menschen durch Polizeigewalt getötet (In Frankfurt, Recklinghausen, Köln und Dortmund). Hier tritt deutlich die Rechtsentwicklung der Polizei zu Tage. Ein „härteres Durchgreifen“ der Polizei soll zur Normalität werden. Ihr Vorgehen richtet sich besonders gegen Migranten aus Afrika, wie Mouhamed.

 

Am 19.11. wird unter der Losung „Es gibt 1000 Mouhameds – Sie verdienen Gerechtigkeit!“ zu einer bundesweiten Demonstration in Dortmund aufgerufen. Im Aufruf heißt es: „Der Tod von Mouhamed Lamine Dramé hat uns alle erschüttert. Bemerkenswert sind die Solidarität und die Rufe nach Aufklärung nach den Ereignissen vom 8.8.2022. Denn diese Geschichte ist bei Weitem kein Einzelfall. Seit der Wiedervereinigung sind alleine durch Schusswaffen mindestens 318 Menschen in Polizeieinsätzen getötet worden. Der Großteil der Todesfälle durch Polizeibeamt*innen (bspw. der Tod von Oury Jalloh) ist bis heute nicht hinreichend aufgeklärt, geschweige denn aufgearbeitet worden. (…)“

 

Erbärmlich: Die Unterzeichnung des Aufrufs durch REBELL und MLPD wurde durch liquidatorische, antikommunistische Kräfte verweigert. Die MLPD ruft auf, sich gemeinsam, in einem Block des Internationalistischen Bündnisses, an dieser Demonstration zu beteiligen: Für den Kampf um vollständige Aufklärung, die Bestrafung aller Verantwortlichen in Polizei und Politik und die Rücknahme des Polizeigesetzes NRW!