Gespräch mit ukrainischen Flüchtlingen

Gespräch mit ukrainischen Flüchtlingen

"Wir lehnen die Waffenlieferungen an Selenskyj ab"

Kürzlich luden wir ukrainische Flüchtlinge und ihre Kinder zum Nikolausfest ein. Wir trafen einige auf dem Platz vorm Bürgerhaus, schon bevor wir zum Flüchtlingslager kamen.

Korrespondenz aus Esslingen

Sie kommen aus unterschiedlichen Orten in der Ukraine. Sie waren erfreut, dass wir sie ansprachen, sogar auf russisch. Die Kinder antworteten schon auf deutsch. Sie fühlen sich hier gut angenommen und bedanken sich für die gute Aufnahme in Deutschland. Die Kinder können die Schule besuchen, die Eltern und Jugendlichen möchten vor allem arbeiten, nicht auf Kosten anderer leben. Aber bisher haben sie nach teilweise vier Monaten Aufenthalt in Deutschland noch keine Aufenthalts- und  Arbeitserlaubnis. Daran ist aus ihrer Sicht die deutsche Bürokratie schuld. Sie wollen versuchen, sich selbst unmittelbar an die zuständigen Ämter in Esslingen zu wenden, um auf jeden Fall aus dieser Situation des Nichtstuns herauszukommen. Über die Einladung zum internationalen Nikolausfest von Rotfüchsen und MLPD freuten sie sich sehr. 

 

Angesprochen auf den Krieg sagten sie, dass er unbedingt sofort ein Ende haben muss. Wir sagten, wir sind  gegen den Krieg und auch gegen die Waffenlieferungen an Selenskyj. Ihre Antwort: „Ja,  jede Waffe, jede Rakete, tötet nur noch mehr Kinder, mehr Menschen, zerbombt unsere Häuser und  verlängert das Leiden der Bevölkerung.“

 

Von wegen Hilfe für die Ukraine, was Baerbock & Co.  immer behaupten. Diese Flüchtlinge waren da ganz anderer Ansicht! Solche direkten Stellungnahmen sollten als Antwort auf den Kriegskurs der Regierung auch auf der  Montagsdemo zu hören sein. In der weiteren Diskussion sahen sie die USA, EU und  NATO  als ihre Feinde an,  genau so wie Russland. Die Ukraine-Broschüre, die wir auf russisch dabei hatten, wollten sie noch nicht kaufen. Hier muss unsere Argumentation, vor allem die Notwendigkeit, gegen jeden imperialistischen Krieg einzutreten und das Selenskyj-Regime zu entlarven, tiefer gehen.