Gaspreisdeckel

Gaspreisdeckel

Dezember-Gas-Abschlag: Ein Besuch beim Hattinger Stadtwerke-Info

Meine Frau und ich hatten seit Oktober von den Stadtwerken nichts gehört, wie der Gasheizungs-Abschlag für Dezember für unsere Eigentumswohnung laufen wird. Deshalb frage ich heute morgen bei der Stadtwerke-Info in der Fußgängerzone nach.

Von jf

Tausende rufen derzeit die Stadtwerke an, weil sie wie wir bei der Gasrechnung nicht mehr durchblicken. Das Ergebnis am Schalter war kurz gesagt: Für Dezember keinen Gas-Abschlag zahlen, diesen zahle „die Bundesregierung“. Das Weitere würde 2023 geregelt.

 

Das ist also der erster Akt des „Gaspreisdeckels“, der mit den 12 ct/kWh gezielt hoch ansetzt, damit das „Frieren für den Frieden im Ukraine-Krieg“ nicht zu kurz kommt. Ich gehe vom Stadtwerke-Info direkt zur Bank, unseren Dauerauftrag stoppen. Die Stadtwerke-Mitarbeiterin meinte, ich als Altkunde würde weniger belastet als Neukunden. Das stimmt, aber unser schon jetzt 1,5 mal höherer kWh-Gaspreis 2022 im Vergleich zu 2021 ist auch kein Klacks. Für 2023 werden astronomisch steigende Gaspreise angekündigt, dreifach höhere als 2022 usw. (1) Ein Bekannter aus Velbert berichtet aktuell von der Verdoppelung der Gas-Heizkostenpauschale von 100 auf 200 Euro pro Monat bei seinen Miet-Nebenkosten.

 

Bei den Mietern wird es vollends krass. Jeder kennt die Kleinkriege von Mietern mit den Vermietern um die Nebenkosten. Diese Nebenkosten laufen für die Mieter erst mal für Dezember und im Jahr 2023 wie bisher weiter, Gasdeckel hin oder her. Erst im Laufe von 2023  können sie mit der Verrechnung in der Nebenkostenabrechnung für 2022 rechnen. Dagegen protestiert  der Deutsche Mieterbund (2). Der Passus, der Vermieter hätte „unverzüglich die Betriebskostenvorauszahlungen seiner Mieter anzupassen“ verschwand „leider“ bei der Schlussbearbeitung des Gesetzes. (3)